08.
juni 2002, orangerie und kfm, region magdeburg
am
wochenende des achten juni schauten wir uns mal wieder in
der magdeburger szene ein wenig um. erst rief fengari in
die orangerie des elbauenparks und als dort um fünf schluss
war ging's weiter ins kraftfuttermischwerk im 20 kilometer
südwestlich von magdeburg gelegenen hadmersleben.
fengari
in der orangerie des magdeburger elbauenpark, dem gelände
der buga 1999. sunflower-night of electronic music am 8.
juni 2002 hörte sich nach feinem techno in grünem ambiente
an und darauf steht die housefloor.de crew.
gegen
halb drei rauschten wir also an und fengari beglückte uns
mit vollem, vielschichtigem techno in mäßigem tempo. um
vier wurde der blondschopf von dem magdeburger newcomer
frank winter abgelöst, der von einem stimmungsmacher neben
ihm unterstützt wurde, der die tanzenden durch wildes händegefuchtel
und pfiffe motivierte.
punkt
fünf uhr begannen die veranstalter abzubauen, wozu sie nach
städtischen auflagen vermutlich gezwungen sind. der elbauenpark
ist schließlich ein öffentliches gelände. der flyer der
sunflower-night hatte versprochen, die location in ein meer
von sonnenblumen zu tauchen. davon habe ich nicht eine einzige
gesehen, doch sollte man auch hier bedenken, dass es strenge
brandschutzauflagen (behördenkram) gibt, die nicht das erste
mal einen strich durch veranstalterpläne machen würden.
so etwas hätte man allerdings vorher bedenken und gar nicht
erst in den flyer schreiben sollen. auch sanitäre anlagen
konnte ich übrigens nicht entdecken.
als
veranstalter würde ich mir überlegen, ob es lohnt alles
aufzubauen um um halb sechs verschwunden zu sein, obgleich
der elbauenpark ein wirklich schönes gelände ist.
da in der orangerie nun schon um fünf die musik aus war,
fuhren wir zum kraftfuttermischwerk. der weg von magdeburg
nach hadmersleben lohnt sich auf jeden fall, denn das kfm
ist bekannt für seine ausdauer.
ab
um sieben erlebten wir dort die goldenen morgenstunden der
spice night part one. die beat area wurde mit schnellem
techno von nick nairobi und tom dexter beschallt. der auf
grund von feuchten fäden aus richtung himmel kurzerhand
nach drinnen verlegte psychedelic park brachte die goaträumer
auf dem dancefloor richtig zum schweben. leider war zeitweise
der dj der aktivste in den floors. aus vielen ecken raunte
es aber, denn eine vielzahl von labertaschen hatte sich
in ecken und chillout zone angesammelt.
gegen
mittag rief uns dann die pflicht, obwohl im kfm kein ende
in sicht war. die vergangene nacht hat mir ins gedächtnis
gerufen, dass die qualität einer party manchmal nicht von
ihrer aufmachung, einer tollen location oder berühmten djs
bestimmt wird. das zaubergewürz, das eine elektronische
nacht erst richtig feurig macht, ist die leidenschaft, mit
der sowohl veranstalter und djs als auch das publikum dabei
sind.