 |
 |
|
"smash
the silence" - allein dieser name steht ja mittler-weile
schon für sich. vor nahezu einem jahr beschlossen drei
junge verfechter der elektronischen musik, ihr glück
im undurchschaubaren partydschungel zu versuchen und selbst
einmal die organisation eines events in die noch unbeschmutzten
hände zu nehmen.
am samstag durften sie nun die kerze auf der torte ausblasen
und die sektkorken knallen lassen, denn es wurde geburtstag
gefeiert: die elveni-crew zelebrierte ihr einjähriges
durchhaltevermögen. unter dem motto "revival"
trafen sich zu später stunde im kleinen aber gerade deshalb
sehr feinen suburb club schon beinahe alte bekannte, denn
das line-up war dem der sts-premiere im vergangenen jahr fast
identisch.
|
| |
 |
 |
 |
 |
| |
|
alle
waren wieder vertreten, mit ausnahme von zet, welchem dj fun-key
im house.floor 100%ig gerecht wurde. jedoch musste im main.floor
nach dem für talisman bezeichnenden opening die relativ
unerfrischende line-up zusammenstellung festgestellt werden.
charakteristisch hierfür waren insgesamt zwei mal "sunglasses
@ night", ebenfalls zweimalig "2raumwohnung"
im selben rmx, auch doppelt vertreten "if i had known
this before" und ganze drei mal "lalaland".
gut, nun ist das teil schon auf platz 1, da muss man sich
(anscheinend) auch damit abfinden.
kristin hatte irgendwie startschwierigkeiten und der daniel
hätte sich stilistisch ruhig etwas mehr von ihrem set
abheben können. also schleppte sich die so wertvolle
prime time dahin wie ein alter mann mit meniskus-problemen.
hätte man an dieser stelle nach kristin nicht einen anderen
künstler an die teller lassen können, um wenigstens
ein bisschen abwechslung zu schaffen?
soviel
also zum musikalischen bereich, zu dem ein kenner der materie
natürlich viel mehr sagen kann. mein blick ist in der
hinsicht ja doch ein wenig getrübter, zumal ich von dem
geschehen im techno-floor auch nicht viel mitbekommen habe,
denn mein platz war für diesen abend die bar in der house-lounge.
in einem solchen ambiente fühle ich mich einfach viel
wohler und der zart-floor des suburb club ist ohnehin schon
ein ort, der puren genuss verspricht, in jeglicher hinsicht.
schon alleine die von den suburbias gezielt ausgewählte
deko lässt ein jedes houser-herz höher schlagen.
einziger
knackpunkt war eben nur, dass ich mich hinter der bar platzieren
musste. doch auch aus dieser perspektive lässt sich eine
solche party ohne weiteres genießen, obwohl ich den
eindruck hatte, auch in diesem bereich schon einmal bessere
musik gehört zu haben. natürlich will ich mit meinem
urteil nicht voreilig sein, denn dieser eindruck kann auch
dadurch entstanden sein, dass die masse an leuten lange zeit
ununterbrochen ihren durst stillen wollte und mir daher auch
kaum zeit blieb, den verführerischen klängen meine
auf-merksamkeit zu widmen.
außerdem
weiß ja jeder, wie das ist, wenn man erstmal einen deejay
zu seinem favourite erklärt hat und so bin wohl auch
ich ein bisschen zu sehr fox-verwöhnt. dieser stattete
nicht nur zu meiner freude seinem musikalischen "place
of birth" natürlich auch einen besuch ab und erfreute
trotz krankheit und kopfschmerz alle liebhaber des melodiösen
vocal- und discohouse auf eine für ihn erstaunlicherweise
sehr untypische art.
|
| |
|
|
|
|
|
| |
|
|
|
an
der bar bin ich ja nur hin und wieder vorbeigeschlendert wenn
ich was zu trinken extrem nötig hatte. nicht wegen des
tanzens, sondern den fusseln am mund; man erzählt nach
ein paar drinks eben doch mehr. aber als dann scribe und leigh
an der reihe waren, entschied ich mich doch spontan das tanzbein
in relativ hohen frequenzen schwingen zu lassen, denn endlich
war musi-kalisch mehr leben in die bude gekommen, was viele
dankend annahmen.
die
unkomplizierten klänge mit ihrer trockenen und klaren silhouette
ließen einen vom hitgewühl schnell erholen und so
war es wieder möglich, energie auch außerhalb der
red bull dose einzufangen, aufzunehmen und wieder rauszulassen.
im house.floor war ich diesmal irgendwie kaum, was sehr unge-wöhnlich
ist. naja, man hat halt so seine phasen...
ein
schmunzeln konnte ich mir jedoch nicht verkneifen als ich nach
ca. einer dreiviertel stunde exzessiver kommunikation einen
blick in den chill.floor werfen wollte, was nicht ganz möglich
war weil das blickfeld von lauter feiernden menschen zugestellt
war. nette atmosphäre hatten sie somit geschaffen und nun
wurde wohl in jeder kleinsten ecke getanzt, getrunken und gelacht.
so schlug man sich die nacht um die ohren und insgesamt hat
die nacht doch sehr viel spaß gebracht, auch wenn sie
sich sehr in die länge zog. mehr gibt es dazu nicht zu
sagen...
nun
gut, an der stimmung warst du ja auch nicht gerade unschuldig,
denn mit deinen locker-beschwingten jazz-house-klängen
ging das ganze ja erst richtig los. denn als ich mir, bewaffnet
mit einem tablett, um leere gläser zu sammeln, den weg
durch die menschenmenge bahnte, bot sich auch mir das bild von
entspannter idylle und gutgelaunten musikliebhabern. so ergab
es sich letztlich, dass der chill-floor, der ja eigentlich als
ort der ruhe fungieren sollte, zum eigentlichen main-floor mutierte
und sich dadurch als echter geheimtip unter der feiergemeinde
entpuppte.
doch
wie immer zeigten die houser unter uns das längste durchhaltevermögen,
denn in der lounge wollte die musik partout nicht verstummen.
und auch als ich um halb 11 "my favourite club" verließ,
standen die tanzbeine noch immer nicht still. es wurde also
tatsächlich eine sehr erfolgreiche geburtstagsparty, die
geschmackvolle musik und eine der finest locations vereinte.
allen kritikern zum trotz erwies sich somit das elveni-projekt,
das ja noch in seinen kinderschuhen steckt, als sehr vielversprechend.
seid also gespannt, was sich die jungs in zukunft für euch
einfallen lassen... |
| |
|
Ann Porter vs Mistaregg
|
|
 |
 |
|