die
smirnoff-expierence-tour reist derzeit mit einem staraufgebot
an djs durch afrika, südamerika, nordamerika und europa.
am 15. märz 2003 haben eddie amador (los angeles),
etienne de crécy (paris), roy the roach (london)
und mitja prinz (berlin) die leute in berlin am ostbahnhof
zum tanzen gebracht. wir mittendrin.
von außen sah das ganze hammermäßig aus.
riesige hallen in rotes licht getaucht, videoprojektionen
an den alten mauern. einfach gigantisch. es gab nur ein
kleines hindernis, das wir noch überwinden mussten,
bevor die party für uns losgehen konnte - eine lange
schlange von partysüchtigen am eingang. nach einer
stunde bibbern in der kälte (warum hatten wir unsere
jacken im auto gelassen?) standen wir endlich vor einem
türsteher und kurz danach an der kasse. bei drei typen
vor uns verlief die sache mit dem türsteher allerdings
ganz anders. der gemeine kerl schickte die drei einfach
wieder nach hause, männerüberschuss.
drinnen sah es dann nicht so voll aus, wie die schlange
vor der tür vermuten ließ. die hallen waren so
groß, dass sich die vielen partyleute entspannt bewegen
konnten. erstaunlich viele rannten mit vip-schildchen herum
und nahmen sich selbst ein wenig zu wichtig. es gab sogar
einen dritten floor nur für very important persons.
am schluss stellten wir fest, dass dort allerdings auch
die beste musique aufgelegt wurde.
im mainfloor lief house, was unsere gesichter zum strahlen
brachte. kein techno, unglaublich! im zweiten floor wurde
electro und 80's house gespielt. unsere begeisterung wurde
aber nach kurzer zeit gedämpft, da keiner der djs -
bis auf eddie amador - richtig mixen konnte. oder lag es
an der technik? eddie amador mixte zwar gut, sein stil war
uns aber etwas zu hart. das sahen die anderen gäste
wohl genauso, was wir deutlich an der leeren tanzfläche
erkennen konnten. die songs wurden zeitweise von live vocals
und percussions begleitet. das klang sehr cool.
insgesamt gesehen hat "der veranstalter smirnoff"
ein großes ding auf die beine gestellt. die location
mit den über 30 beamern und videoprojektoren sprach
für sich. die musique war jedoch für ein event
dieser größenordnung etwas enttäuschend.
nichtsdestotrotz waren eine menge leute da und der eintritt
von acht euro war für berliner verhältnisse annehmbar.