am letzen märzwochenende lud der club
soundgarden in leipzig zu einer house-party mit asiatischem flair ein. „thailounge“ war das motto
des abends und dem entsprechend war auch die
deko. thailändische accessoires und thai-massagen von echten thailänderinnen ließen die partygäste einen hauch von asien spüren. aus den boxen erklangen die sounds von de bear, le tompe, der stimmlich von jenny casparius unterstützt wurde,
und die house-rhythmen der residents
howie
manson und malcolm & ben cropp.

der blick auf den flyer versprach eine außergewöhnliche nacht. wie feiert man auf thailändisch? wir betraten den club halb eins, als die stimmung schon am kochen war. die deko war das erste, was uns auffiel. asiatische schriftzüge, kitschige lampen und fächer – asien pur. am eingang baten uns studentinnen der uni leipzig darum, einen fragebogen zum thema „clubkultur in leipzig“ auszufüllen, was wir bereitwillig taten. wir antworten auf fragen wie „fühlst du dich mit einer musikrichtung verbunden?“ (na klar, mit house) oder „gehst du ins solarium?“ (häh??? – seh ich so aus?). zufrieden und mit dem gedanken, heute etwas gutes für diese welt getan zu haben, gaben wir unsere ausgefüllten zettel ab und wurden von den netten studentinnen in die nacht entlassen.
an den decks gab de bear sein bestes. die tanzfläche war für die zeit sehr gut gefüllt, was vielleicht auch am rigo lag, der vor zwölf „for free“ war. ach was soll's, dachten wir, und stürzten uns ins getümmel. de bear wurde kurz darauf von le tompe abgelöst, und nun begannen die leute richtig auszurasten. sie brüllten und pfiffen bei jedem song. jenny casparius sang zu le tompes beats und wurde dabei von der menge kräftig unterstützt. durch das gekreische einiger girls waren wir nun schon fast taub und irgendwie kam uns der gedanke von groupies in den sinn. trotzdem feierten wir im dichten gedränge tapfer weiter. zwischendurch verließen wir die tanzfläche für wenige minuten, um uns an der bar mit bibop und wasser zu erfrischen.
punkt fünf uhr endete das set von le tompe. zusammen
mit de bear und einigen anderen djs, wie matthias tanzmann flog er noch in derselben nacht nach thailand zum „thaibreak“. nun übernahm soundgarden-resident
howie manson die musikalische führung. uns fiel auf, dass die kreischenden girls nicht mehr kreischten. sie waren wohl gegangen. umso besser für uns. endlich konnten wir ohne anstrengung den songs lauschen. nicht schlecht, was howie manson da zusammen“mischte“. Das gefiel uns noch besser als die electro-beats von le tompe. auch die anderen leute hatten noch immer nicht genug. gegen sechs holte uns jedoch die müdigkeit ein. wir fuhren ein bisschen wehmütig nach hause, das set von malcolm & ben cropp hätten wir schon gern noch gehört.

die thailänderinnen haben wir an diesem samstag im soundgarden zwar nirgends entdecken können, aber lust auf eine massage hatten wir eh nicht. zu hause angekommen, legten wir uns zufrieden ins bett und ließen den abend noch einmal revue passieren. unser fazit: da gab es echt nichts zu meckern. das einzige, was uns nicht gefiel, war, dass wir durch die zeitumstellung nun eine stunde weniger schlaf hatten. doch das nahmen wir gern in kauf. wer will schon schlafen, wenn er im soundgarden zu den besten houseklängen tanzen kann?