party mit hindernissen: tussipop openair in hamburg
 

tussipop openair - wiese in hamburg-rothenburgsort

"wenn man nicht alles selber macht…" so oder so ähnlich war mein gedanke, als am sonntag, 8. august 2004 um zwölf uhr immer noch keine gastro, keine toiletten, kein bauamtsleiter und erst recht keine anlage auf der grünanlage im hamburger stadtteil rothenburgsort, direkt am entenwerder stieg, stand.
um zwölf uhr sollte der erste soundcheck mit unserem live-act d.a.g.o. aus berlin stattfinden. die veranstaltung sollte pünktlich um 13 uhr beginnen…

 
was war passiert?
der truck, der sowohl die tresen, die toiletten, die zapfanlage, die getränke als auch traversen und musik-pa geladen hatte, war einen tag vorher zum einsatz bei der aol-arena zum hsv-spiel gekommen.
um neun uhr am sonntag morgen sollte dieser – wir hatten sämtliche sondergenehmigung für einen schwertransport plus zugmaschine plus aufbauten bereits wochen im voraus geholt – inklusive kompletter ladung „einfach“ nur auf die wiese bei rothenburgsort gestellt werden, starkstromstecker rein… fertig!

dachten wir…!
um punkt acht uhr fiel nämlich die zugmaschine aus, und da wir von der stadt hamburg nur eine sondergenehmigung für die relevante zugmaschine hatten (außer, dass es schwierig genug war, für einen sonntag erst einmal eine sondergenehmigung nur für einen schwertransportlaster zu bekommen), konnten wir auch keine andere zugmaschine nehmen… bekommen hätten wir in so kurzer zeit sowieso keine mehr.
 
 
was also tun?
alles deinstallieren und auf 7,5t lkws umladen? dauer dieser prozedur hätte knapp vier stunden betragen. und die kosten hierfür wären nicht mehr reinzuholen gewesen.
kurz um: es mussten neue getränke, neue tresen, eine neue anlage her. und irgendwie innerhalb von zwei stunden, denn es war zu diesem zeitpunkt bereits 13 uhr!

mit der super unterstützung meiner barfrauen tanja und rebecca, dem „wechselgeld-sprint-kommando“ björn (aus dem restaurant südhang) sowie jens auster von tennis-schallplatten haben wir innerhalb von zwei stunden sämtliche dinge geordert beziehungsweise abgeholt, so dass wir um 16.30 uhr die ersten töne und ersten flaschen erklingen lassen konnten.
 
 
das gute kommt immer zu letzt…
um punkt 20 uhr (wir hatten eine genehmigung bis 22 uhr) schaltete die polizei die sowieso schon auf 55db reduzierte musik ab, mit der begründung, die toiletten, die bis zu diesem zeitpunkt noch nicht auf dem platz standen, würden die genehmigung einschränken. und die stadt hamburg wollte nicht riskieren, dass die anwesenden gäste durch ihre „natürlichen geschäfte“ den entenwerder stieg „unbrauchbar“ machen könnte. kurzum war die party dann zu ende.

wir möchten an dieser stelle allen gästen, freunden und helfern danke sagen. der besondere dank geht an jan und sein team von totec sound, dem ich mit meinem anruf den sonntag „versaut“ habe und die innerhalb kürzester zeit eine ersatzanlage auf den platz gebracht haben. danke!
vielmehr auch an „icecubes, die eisbären“ für die getränke, den kostenlosen lieferwagen und die kostenlosen tresen. ihr seid alle spitze gewesen und wir wissen jetzt, auf wen man sich wirklich verlassen kann. ferner hamburg del mar für den kostenlosen lieferwagen, den tresen und die kühlschränke…


danke an euch alle!
das tussipop team
thorsten „laseo“ ruhle