20. april 02, warptraxx, lindenpark/potsdam
eigentlich hatte die spacelounge crew für dieses dritte
april-wochenende einen party-doppeldecker geplant, doch
daraus wurde nichts. die nachricht traf uns wie hundebiss:
durch behördenkleinlichkeit konnte smash the silence
III im metronom berlin nicht stattfinden.
da wir den zweiten akt dieser serie noch in aufregender
erinnerung haben, waren wir zunächst enttäuscht.
doch der gedanke, dass noch eine weitere hochkarätige
party auf unserem programm stand, nämlich warptraxx
in potsdam, erhellte unsere mienen.
so machten wir uns auf in den lindenpark. warptraxx hatte
drei exquisite floors zu bieten: der angenehm verwinkelte
housefloor überzeugte konstant mit einer klasse mischung
aus vertrauten und unbekannten vocal house-klängen.
leider war die technik ein wenig schwach auf dem bass, so
dass für den gipfel der erwartung der fünfte gang
fehlte.
zu kritisieren sind an dieser stelle die sahara-ähnlichen
bedingungen im housefloor. obwohl die integrierte bar eine
oase darstellte, war die hitze fast unerträglich, so
dass sich einige während des tanzens luft zufächerten
während andere ganz wegblieben. es ergab sich dennoch
ein positiver nebeneffekt: alle, die die musik trotzdem
fesselte, entledigten sich jeglicher überflüssiger
kleidung. so ließen viel haut und heiße rhythmen
die zeit im housefloor zu einer wahren safari werden.
einen award für die beste stimmung gebe ich dieses
mal eindeutig an den hardtech floor. die begeisterten jubelschreie
waren fast lauter als die musik. dies erübrigt die
frage nach selbiger: die musik war knallhart und bewegte
unerbittlich arme und beine aller personen im raum.
im technofloor hat`s vor allem spaß gemacht, weil
es zum einen voll und nicht warm war und die deko mit leuchtfäden
und beamerbildern den tanzenden ganz schön zum schweben
brachte. zum anderen überzeugte auch die musik mit
schnellen einstürzenden schlägen. mit der zeit
wurde für meine begriffe aber auch die mucke weicher
und nahm mich mit auf eine verträumte reise durch schöne
gedanken.
bedauerlicherweise wurden auf grund von anwohner-beschwerden
um sieben die lichter angemacht. da der lindenpark direkt
im ort gelegen ist, hatten die türsteher eindeutig
um ruhe auf dem parkplatz gebeten. wer sich nicht daran
gehalten hat, sollte jetzt beschämt nach unten gucken
und sich fragen, wievielen partygängern er wohl den
ersten sommerlichen sonntagmorgen dieses jahres verdorben
hat.
die spacelounge crew hatte so früh am morgen natürlich
noch längst nicht ausgefeiert. also überlegten
wir nicht lange - gute ideen haben wir immer schnell - und
fuhren zum nur 30 kilometer entfernten suburb club, in dem
eine superspontane ausweichparty für smash the silence
III auf die beine gestellt worden war. doch bei unserer
ankunft um halb neun trafen wir auf ein bild wie in einer
geisterstadt. die türen verriegelt und verschlossen.
so ist die nacht für uns etwas jäh zu ende gegangen.
da der wetterbericht uns mit hoch "norman" etwas
schönes prophezeite, beschlossen wir gegen halb zehn
den weg richtung elbe und darüber anzutreten, denn
dort ist das wetter bekanntlich am schönsten. und als
uns dann die ersten sonnenstrahlen auf der nase kitzelten
hieß es nur noch: decken anfassen, decken hin packen
und drauf.
freuen uns auf mehr von der milaro crew.