| housefloor.de: |
deine musik lässt sich als groovy techno beschreiben. wer oder was hatte den maßgeblichsten einfluss auf die entwicklung deines stils? |
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lucca:
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ich bin beeinflusst durch italienischen techno von davide squillace, marco carola, gaetano parisio, rino cerrone, markantonio und so weiter. ich mag groovy basslines, undurchsichtige melodien und versteckte strukturen. |
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| housefloor.de: |
du legst viel in ganz europa auf. sind dir deine tschechischen fans manchmal böse, weil du so viel unterwegs bist? |
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lucca: |
nein, eigentlich spiele ich immer zwei gigs im monat in meinem land, hauptsächlich in guten clubs wie dem radost fx prague und der fabric in ostrava. kleinstadt-partys sind auch manchmal gut. aber es ist richtig, dass es tschechische djs gibt, die noch viel öfter im eigenen land spielen. |
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| housefloor.de: |
im jahr 2000 wurdest du für die red bull music acedemy in dublin ausgewählt. wie kam es dazu? |
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lucca: |
in diesem jahr habe ich angefangen, in tschechien aufzulegen und mich mehr und mehr für djing und produzieren zu interessieren. mein manager hat mir infos und ein anmeldeformular gebracht. ich hab's ausgefüllt und ein 30-minütiges demo tape an die organisatoren geschickt. etwa einen monat später haben sie geantwortet, dass ich ausgewählt wurde. ich war natürlich überglücklich darüber. |
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| housefloor.de: |
2002 hast du den award „entdeckung des jahres“ in deiner heimat gewonnen. war das eine überraschung für dich? |
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lucca: |
das war eine ziemliche überraschung, muss ich sagen, denn am anfang haben mich ein paar leute aus den medien nicht gerade mit respekt betrachtet. auf der anderen seite war es natürlich eine große motivation, als ich gesehen habe, dass die menschen meine musik mögen. |
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| housefloor.de: |
seit 2002 bist du bei der spanischen bookingagentur hybernia. ist es dir besonders wichtig, im sonnigen spanien zu spielen? |
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lucca: |
ich freue mich immer sehr darauf in spanien zu spielen. es gibt dort exzellente clubs wie la real, octopus, family club, one madrid oder florida 135.
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| housefloor.de: |
2002 warst du auch auf tour in kolumbien. was war deinem empfinden nach dort der größte unterschied in der art des feierns im vergleich zu europa? |
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lucca: |
die szene wird beeinflusst durch die politische situation in kolumbien. die partys besuchen hauptsächlich reiche leute und einige clubs werden auch von der mafia kontrolliert. die art zu feiern ist die gleiche wie in europa, die leute waren überall, wo ich gespielt habe, sehr nett. die menschen dort haben viel an spaß an der musik. |
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| housefloor.de: |
im vergangenen sommer hast du deine ersten eigenen tracks veröffentlicht und im september dieses jahres wird die erste platte auf deinem eigenen label acapulco erscheinen. warum hast du gerade jetzt ein label zu gegründet? |
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lucca: |
ich habe mich entschieden, mein eigenes label zu gründen, weil ich freiheit brauche, um zu veröffentlichen was ich will und um nicht monatelang warten zu müssen, ob mir jemand meine sachen abnimmt. ich arbeite auch mit großartigen studio-produzenten wie chris cowie und davide squillace zusammen und möchte auch ihre sachen veröffentlichen. es ist auch wichtig einen guten vertrieb zu haben. mein label ist bei cpl distribution, die meiner meinung nach zu den besten gehören. |
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| housefloor.de: |
welche arten von releases dürfen wir auf acapulco erwarten? |
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lucca: |
mein acapulco-debüt erscheint am 4. oktober 2004 mit dem titel "freedom" und dem umek remix von "mirage 01".
der musikstil wird hauptsächlich groovy, melodischer techno sein. nix hartes.
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| housefloor.de: |
denkst du, es war für dich als djane im vergleich zu männlichen kollegen schwerer dich in der szene durchzusetzen? oder war es gerade weil du eine frau bist sogar leichter? |
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lucca: |
ich urteile nicht danach und denke gar nicht darüber nach, ob der dj weiblich oder männlich ist, sondern nur darüber wie er auflegt. ich hab zum beispiel misstress barbara gehört und sie war richtig gut, besser als einige männliche kollegen. aber ich hab noch nie einen weiblichen live act gesehen. ich glaube, darin sind männer besser.
ich muss sagen, dass es am anfang einfacher war gigs zu bekommen, weil ich eine frau bin. aber wenn ich nicht gut wäre und die leute meine musik nicht mögen würden, würde ich im endeffekt keinen erfolg haben.
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| housefloor.de: |
wenn du irgendwo auflegst, bist du dann auch öfter auf der tanzfläche zu sehen? |
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lucca: |
wenn ich auf der party bleiben kann nach meinem set oder ich schon sehr früh da bin und die musik mich zum tanzen bewegt, dann tanze ich. ich mag es sehr. aber meistens muss ich mich beeilen, wenn ich zur party fahre und danach muss ich bald schlafen gehen, weil früh mein flug geht und ich für den nächsten auftritt frisch sein muss. |
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| housefloor.de: |
in welchem zusammenhang steht die techno/house szene nach deiner einschätzung mit drogen? |
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lucca: |
hmmm, als ich noch ein partygirl war habe ich gras geraucht und mit leichten drogen experimentiert. aber jetzt als dj mit mehr als zehn gigs im monat muss ich wirklich acht geben auf meine gesundheit. leichte drogen ein bisschen auszuprobieren kann echt spaßig sein und junge leute brauchen manchmal spaß. ich bin aber sehr gegen regelmäßigen gebrauch, das ist wichtig zu sagen. menschen, die regelmäßig auf drogen sind, verlieren ihre seele und ihr leben. |
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housefloor.de: |
welche tendenzen siehst du in der elektronischen szene? |
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lucca: |
ich sehe die rückkehr zu mehr melodischem, aber trotzdem energiegeladenem sound im techno.
electro is back …
bei musik im allgemeinen sind britische und amerikanische gitarren-bands sowie funk und soul wieder im kommen.
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www.lucca.cz |
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dvd des monats :: lucca live @ hradhouse 2005 |
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vinyl review :: lucca - samplified - acapulco03 |
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vinyl review :: lucca - towers - acapulco02 |
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vinyl review :: lucca - freedom/mirage - acapulco01 |
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