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housefloor: |
ihr seid echte hamburger jung’. wie unterscheidet sich nach eurer einschätzung die elektronische szene hamburgs von der anderer großstädte? |
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moonbootica: |
woher sollen wir das wissen, wir sind ja nie da! ansonsten zeichnet sich die hamburger szene allerdings durch übersichtlichkeit aus, es sind doch sehr kleine kreise und alle sind hier total nett! |
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housefloor: |
bei gemeinsamen dj-sets legt ihr oft abwechselnd auf. es gibt djs, die meinen, dass man beim pingpong keinen spannungsbogen aufbauen kann. ist das bei euch gar nicht nötig, weil ihr immer spannend seid, oder wie sorgt ihr dafür, dass es in euren sets eine aufbauende entwicklung gibt? |
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moonbootica: |
das ist letztlich das spiel von zwei verückten. wer kann immer noch einen drauf setzen und was dabei rauskommt, ist immer spontan und kann durchaus als spannend bezeichnet werden. |
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housefloor: |
ihr habt eine menge fetter remixes produziert etwa für mousse t., richard dorfmeister oder maxim. wie kann man sich das vorstellen beim zu zweit remixen? wird da ausgelost, wer den track zuerst durch den sound-wolf schicken darf, gibt’s eine aufgabenverteilung a la ’ich mach den bass, du machst die mitten...’ oder sitzt ihr gemeinsam dran und überlegt, wie ihr dem stück den moonbootica-stempel aufdrückt? |
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moonbootica: |
wir arbeiten immer von anfang an zu zweit an remixen, sowie an eigenen stücken. wir liegen beide geschmacklich nah beieinander und können uns sehr schnell synchronisieren. der sogenannte stempel drückt sich dann schnell von alleine auf! |
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housefloor: |
zu eurem titel „we 1,2, rock“ gibt es auch ein low-budget-video im musik-tv zu sehen. wie steht ihr zu musik-fernsehen und vermarktung? |
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moonbootica: |
na, das ist natürlich nicht in zwei worte zu fassen. zum einen kann musikfernsehen und eine gute vermarktung helfen, die musik zu spreaden und leute darauf aufmerksam zu machen. zum anderen sind leider die inhalte von musikfernsehen zweifelsohne grenzwertig und leider ist die sehr professionelle vermarktung von minderwertiger musik allgegenwertig. die qualität leidet dann enorm und der ganze zirkus ist schnell nicht mehr zu ertragen. |
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housefloor: |
auf eurem label moonbootique releast ihr nicht nur eigene tracks, sondern auch sachen anderer artists, hauptsache, die titel gefallen euch. woran erkennt ihr, dass ein track das gewisse etwas hat?
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moonbootica: |
das ist so eine gefühlssache. wenn ein track gefällt, entscheidet man sich in sekunden!
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housefloor: |
ihr habt früher hiphop gemacht. beim hiphop sind ja die lyrics ganz wichtig, die vocals beim house sind auch mal knapp und weniger gehaltvoll. vermisst ihr es, sprache in der musik zu benutzen um inhalte zu vermitteln? |
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moonbootica: |
nein! wir belassen es im moment lieber bei der universellen message der musik und die kommt auch mal ohne sprache aus! |
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housefloor: |
seit kurzem seid ihr auch als live act unterwegs. was macht dabei den unterschied zu eurem sound als dj-duo und wer von euch macht genau was an den geräten? |
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moonbootica: |
das stimmt so leider nicht. sind gerade mit unserem album fertig geworden und machen uns jetzt langsam daran, das ganze live umzusetzen. was dann dabei rauskommt, wissen wir selber nicht! |
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housefloor: |
ihr wollt euch musikalisch nicht von stilistischen grenzen einengen lassen. warum?
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moonbootica: |
man sollte sich grundsätzlich keine grenzen setzen, gibt ja schon genug, links und rechts. egal, wo du hinschaust, überall grenzen. finden wir nicht gut, da setzen wir uns doch nicht auch noch selber welche!
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housefloor: |
wie seht ihr die grenze zwischen freundschaft und beruflicher partnerschaft? gibt es diese grenze für euch und wenn ja, wo zieht ihr sie? |
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moonbootica: |
ein sehr schmaler grat, von dem du sprichst. wie meistens funktioniert das nur mit respekt und toleranz. es gibt natürlich immer grenzwertige situationen, in denen man schwerer zusammen findet, da reißt man sich dann aber zusammen und dann geht das schon.
kommt gott sei dank selten vor! |
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weitere infos bei moonbootique. |
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