| housefloor.de: |
du bist seit zehn jahren im business und hast mehr als 50 produktionen veröffentlicht – warum erscheint dein debütalbum „4 da loverz“ erst jetzt? |
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sharam jey:
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ich habe in den letzten zehn jahren auf vielen labels ganz unterschiedliche musik produziert, dadurch habe ich so viel erfahrung gesammelt, dass meine ideen, die ich schon seit jahren für dieses album habe, ihre zeit hatten sich zu entwickeln. mein erstes album sollte genau so klingen wie ich es mir vorstellte. ich wollte keine schnellen clubhits zusammenbasteln, sondern mir soviel zeit lassen bis die richtige mischung an musik dabei raus gekommen ist und ich wirklich zufrieden sein konnte. |
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| housefloor.de: |
im jahr 2000 hast du dein eigenes label king kong records gegründet. welche musik-philosophie steckt dahinter? |
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sharam jey: |
das label habe ich vor fünf jahren gegründet ohne groß zu planen. ich wollte wissen, was hinter dem ganzen steckt, wie die labelarbeit abläuft. und ich wollte ein label starten, bei dem ich die volle kontrolle habe, vom layout, cover bis zur musik. und das war das beste was ich machen konnte! mein ziel ist es musik von djs für djs zu machen, also musik, die ich selber auflege. das ganze läuft sehr gut und wird immer größer und internationaler. nächstes jahr feiern wir ganz groß unser fünfjähriges! |
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| housefloor.de: |
warum erschien dein album beim englischen underwater records, dem label von darren emerson, und nicht bei deinem eigenen king kong? woher kennt ihr euch? |
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sharam jey: |
darren kannte meine sachen schon länger und hatte die auch supported und aufgelegt. unser erstes treffen fand dann vor circa vier jahren statt und zwar im space auf ibiza bei der season-opening. an diesem abend hatte er einen meiner songs gespielt. ich bin dann zu ihm hin um mich bei ihm dafür zu bedanken, er hat dann gesagt, dass er gerne neues und mehr material von mir haben wollte.
im grunde ist das album ja eine kooperation zwischen king kong und underwater. im endeffekt kommt das album natürlich nur auf einem label raus. da habe ich mich für underwater entschieden, da die engländer das ganze internationaler machen können. das album ist mittlerweile ja schon nach asien, australien und die benelux länder weiterlizensiert. |
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| housefloor.de: |
auf deinem album finden sich einflüsse der verschiedensten musikstile. das einheitliche klangbild erzeugst du lediglich durch den einsatz gleicher instrumente. woher kommt diese genre-vielfalt? |
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sharam jey: |
ich habe lediglich versucht, dass zu tun wovon ich am meisten ahnung habe - musik. ich wollte kein album machen, dass irgendwelchen trends hinterher rennt. mein ziel war es einfach gute musik zu machen für mich und andere leute, die einen ähnlichen geschmack haben. das album soll einfach gute musik transportieren. ich wollte verschiedene styles mischen, wie hip hop, rock bis electro und auf eigene art und weise rüberbringen! |
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| housefloor.de: |
auf deinem album bist du in drei tracks selbst zu hören. schon in deiner jugend hast du dich als sänger in einer band ausprobiert. was bedeutet dir das singen? |
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sharam jey: |
als teenie hat mir das singen viel mehr bedeutet, ich wollte ein großer sänger in einer bekannten rockband werden, wie wahrscheinlich viele teenies in dem alter. aber mit der zeit habe ich mich dann ja als produzent und dj weiterentwickelt. zum singen auf dem album mussten mich freunde überreden, da ich meine eigene singstimme nicht besonders mag. daher freut es mich sehr, dass diese songs so gut ankommen! |
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| housefloor.de: |
du bist gerade von deiner australien-tour zurückgekehrt. warum promotest du dein neues album so intensiv in down under? hast du einen besonderen bezug zu diesem kontinent? |
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sharam jey: |
eigentlich nicht. ich war das erste mal da, aber ich bin sehr herzlich empfangen und gefeiert worden. ich hatte sieben dates dort unten, die waren alle super besucht und die stimmung war großartig. ich wusste nicht, dass es so viele freaks da unten gibt, die mich supporten. die tour geht ja auch noch weiter, im november und dezember in deutschland und anfang nächsten jahres dann asien, amerika und der rest von europa. |
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| housefloor.de: |
du hast remixe für größen wie salt’n’pepper oder faith no more gemacht und etwa auch mobys aktuelle single „beautiful“ aufgepeppt. wie kamen diese arbeiten zu stande und wie entscheidest du für wen du remixt? |
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sharam jey: |
die zusammenarbeit mit moby ist durch sein management zustande gekommen, das ich schon seit sieben jahren kenne. ich habe ja schon zwei remixe für moby gemacht. ich bin natürlich immer wieder froh, wenn ich für so etablierte künstler wie ihn, die meine sachen auch als djs immer supported haben, arbeiten kann. ich versuche aus einem track immer das beste rauszuholen. wenn ich einen song höre und er mir gefällt, gehe ich mit ganzer leidenschaft ran und versuche ihn weiterzuentwickeln. ich arbeite gerne an tracks, die ursprünglich nicht dancelastig waren, da das eine größere herausforderung ist als eh schon tanzbare clubtracks zu remixen. |
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| housefloor.de: |
du bist gebürtiger iraner. gibt es im iran eine elektronische musik-szene? wenn ja, wie sieht die aus? was sind die unterschiede zu deutschland? spiegeln sich die kulturellen unterschiede auch in der elektronischen musik wieder? |
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sharam jey: |
ich kenne mich leider nicht so in der szene in iran aus, da ich vor zwei jahren das erste mal seit 22 jahren da war. ich bin als kind nach deutschland gekommen. die möglichkeiten als dj sind hier in europa natürlich um einiges besser, aber ich denke dass sich auch im iran eine kleine szene entwickelt hat und auch weiter ausbildet.
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www.sharamjey.com |
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