housefloor hakt nach bei... :: marco remus




••• marco remus ••

stereo70
nerven records

housefloor.de: warum fasziniert dich gerade elektronische musik und nicht irgendeine andere richtung?
marco remus: elektronische musik hat für mich die besondere gabe viele dinge in tönen und klängen auszudrücken. du kannst mit dieser art von musik voll happy und glücklich sein aber auch sehr nachdenklich und traurig gestimmt werden.
die message von electronischer musik lautet für mich immer sie aufzunehmen und zu spüren um mir dann eine gefühlswelt für den abend zu schaffen. natürlich besteht dies auch bei anderer musik nur die meisten styles werden halt mit gesang übertragen was ja bei elektronischer musik nicht unbedingt wichtig ist. das macht für mich die faszination aus .
housefloor.de: wie baust du deine dj-sets auf? reagierst du beim plattendrehen auf die vibrations der partycrowd oder ist dein set weitestgehend vorstrukturiert? warum?
marco remus:

in erster linie mach ich mir keine gedanken wie oder was ich heut spielen werde. ich geh in den club wie jeder andere auch und nehme mir dann die energie der leute für mich auf um ein gutes set aufzubauen. es ist für mich immer wie so ein tischtennis spiel, man spielt sich den ball immer wieder hin und her, solang bis der höhepunkt erreicht ist. und der gewinn für mich ist es, die crowd glücklich zu stimmen um sie zu frieden nach hause gehen zu lassen. denn dann kann ich das auch.

housefloor.de:

wie sehr gehst du mit technischen neuerungen um? denkst du, dass sich auf lange sicht das auflegen mit cds oder gar das pc-mixing durchsetzen werden?
was präferierst du selbst?

marco remus: ich halte nicht wirklich viel von final scratch. es mag zwar für viele interessant rüber kommen nur diese story ist echt mit viel zu vielen fehlern behaftet. ich kenn so viele die es benutzen und sehe sehr oft wie die leute dann doch auf das altbewerte vinyl zurück greifen müssen, weil wiedermal alles abgestürzt oder zusammen gebrochen ist. das konnt ich bei chris liebing oder marco bailey sowie auch bei richie hawtin sehen. ich bin eher der oldschool platten mensch. für mich bedeutet dj auch gleichzeitig vinyl um das dj gefühl auch hochleben zu lassen.
 
housefloor.de: hast du auch nach jahren des auflegens noch das gefühl, dass sich deine mixing skills verbessern? wenn ja, wodurch?
marco remus: in erster linie sind es ja die tracks die wichtig sind im set. ich spiele halt viel an dem mixer rum um neues zu entdecken und das set nicht stupide klingen zu lassen. bei mir ist es immer oberste priorität niemals nur die regler rauf und runter zu ziehen solang bis der übergang erfolgt ist sondern es gehört mehr dazu heut. dadurch merk ich halt, dass es immer wieder neu für mich ist am mixer zu stehen und loszulegen. es bleibt immer spannend.
 
housefloor.de:

welches ist für dich das highlight im elektronischen festival-kalender und wieso?

marco remus:

oh, das kann ich dir so gar nicht beantworten, da jedes festival seine eigene note hat und es sich dadurch charakteristisch für mich auszeichnet. ich hab da keine favoriten. ich war schon bei vielen zu gast und alle waren an sich echt super schön und jedes für sich anders.

 
housefloor.de: in welchem zusammenhang steht die techno/house szene nach deiner einschätzung mit drogen?
marco remus: drogen hin oder her. es gibt sie schon seit ewigkeiten und das hat nichts mit der techno oder houseszene zu tun. egal in welcher szene du dich bewegst, drogen findest du auch massig dort. jeder muss wissen was er tut und wie weit er verantwortung für sich selbst tragen möchte.
und es beweist sich ja von selbst. irgendwann ist die partyzeit mal zu ende und man beginnt ein anderes leben (familie, job etc). kalkuliert euren spaß nur richtig und alles wird gut.
 
housefloor.de:

was ist immer in deinem kühlschrank zu finden?

marco remus: auf keinen fall wurst oder fleisch. warte ich schau gerade mal:
- drei flaschen budweiser
- 'ne packung eier
- einmal butter
- flasche champus (vuve clicquot)
- flasche balsamico
das wars im moment
(ist halt keine frau im haus)
 
housefloor.de:

was machst du als erstes, wenn du nach hause kommst?

marco remus:

schuhe aus, fernseher an, telefonieren.

   
housefloor.de:

welche tendenzen siehst du in der elektronischen musikszene?

marco remus:

sich seh alles positiv. es gab schon immer raufs und runters. so ist es jetzt auch wiedermal.
das macht sie ja so spannend.

   
 
 
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weitere infos bei marco remus.
 
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