| housefloor.de: |
als labelhead von systematic recordings warst du in den vergangenen zwei jahren sehr erfolgreich mit einer reihe von interessanten releases etwa von booka shade, martin landsky, phonique, john dahlbäck und nicht zuletzt von dir selbst. woran hörst du welcher track, den du von einem künstler bekommst, den floor so richtig rocken wird? |
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marc romboy: |
naja, ich denke, das hat schon eine menge mit intention und bauchgefüh zu tun. wichtig ist natürlich, dass man diesen style mag und spielt. nichtsdestotrotz spiele und teste ich nummern, die ich produziert oder gesignt habe, sehr oft. man will ja schließlich wissen, wie es läuft. |
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| housefloor.de: |
mit systematic und auch deinen eigenen releases konzentrierst du dich auf floor-taugliche produktionen. warum ist es dir wichtig, musik für die clubs zu machen und was bedeutet dir das clubleben an sich? |
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marc romboy: |
clubs und festivals sind orte, an denen man die musik, die wir ja alle so lieben, leben, genießen und konsumieren kann. man trifft viele gleichgesinnte, die dieses gefühl kennen, das man gar nicht so recht beschreiben kann. elektronische musik funktioniert in erster linie in clubs und ich mag die gleichmäßigkeit und die energie, die man nur in clubtrax findet, sehr. |
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| housefloor.de: |
im april erscheint dein debütalbum “gemini”. dafür hast du mit einigen musikern zusammengearbeitet wie etwa der 80-er chicago house legende robert owens oder blake baxter. warum war das für dich wichtig und welchen anteil haben sie an den songs? |
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marc romboy: |
ich produziere sehr gerne instrumentale trax, aber ich mag es auch sehr gerne, wenn elektronische stücke einen humanen touch bekommen, wenn sie beseelt werden, wie ich immer so schön sage. wenn man die möglichkeit hat, mit solchen ausnahme-menschen wie blake oder robert zu arbeiten, muss man es machen. zumal, wenn es leute sind, die die house- und techno-kultur so entscheidend beeinflusst haben. |
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| housefloor.de: |
bis sommeranfang wirst du mit deinem album auf clubtour sein. wie präsentierst du dabei den partypeople die neuen sounds? |
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marc romboy: |
ich hätte natürlich sehr gerne leute wie robert owens und blake baxter mit dabei gehabt, aber das kann ich mir leider nicht leisten (lacht), zumal beide einen enorm vollen zeitplan haben. ich verstehe mich als normaler dj, der sich bemüht, am abend eine geschichte zu erzählen und einen spannungsbogen zu erschaffen. mit der musik, wie ich sie aktuell spiele, macht mir das enorm großen spaß. |
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| housefloor.de: |
du legst mittlerweile sehr selektiv auf, damit studioarbeit und privatleben nicht zu kurz kommen. wie entscheidest du welches angebot von einem club interessant für dich ist? |
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marc romboy: |
die wichtigsten punkte sind a) wie ich von den veranstaltern behandelt werde und ob sie menschlich passen und b) natürlich wie der club und die crowd so sind. alles in allem ist es allerdings echt schwierig, immer die richtigen sachen auszuwählen, da ich neben meinem familienleben und dem officejob ja auch noch dann und wann ins studio möchte. ich habe aber wirklich festgestellt, dass weniger mehr ist, dass man die partys noch besser genießen kann und sich dann auch sehr darauf freut. letztendlich soll das alles nicht arrogant klingen, ich denke, dass es für alle gut ist. |
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| housefloor.de: |
als du systematic gegründet hast, warst du schon etwa 15 jahre in der elektronischen szene involviert. warum war gerade damals für dich der zeitpunkt gekommen, dieses label zu eröffnen und warum nicht vielleicht schon früher? |
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marc romboy: |
ich hatte so um 2002 eine midlife crises, speziell was die musik betraf. irgendwie haben mich sehr viele platten aus dem techno und house bereich gelangweilt und ermüdet. dann kam eines zum anderen: ich habe einen alten düsseldorfer kumpel namens daniel sampaa getroffen, der mich auf eine party einlud, wo metro area, chicken lips und breakdance classics liefen und ich war total geflasht. kurze zeit später war ich dann mit booka shade im studio und es entstand die erste systematic, nämlich „everyday in my life“. lustigerweise habe ich die produktion erst einmal ein jahr liegen gelassen, frag mich aber mitte nicht mehr, warum (lacht). |
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| housefloor.de: |
mit deinem partner klaus betreibst du außerdem das major label alphabet city. wie unterscheidet sich die arbeit für das kleinere systematic von der arbeit für eine große firma wie alphabet city? |
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marc romboy: |
naja, major label ist vielleicht ein wenig übertrieben, aber danke für die blumen. wir verstehen alphabet city als eine platform bzw. einen partner für djs, dort ihre labels oder andere projekte wie zum beispiel mix compilations oder ähnliches zu veröffentlichen. aus diesem grunde haben wir bereits leuten wie anthony rother oder monika kruse bei ihren labelstarts supportet.
systematic ist einfach meine kleine aber feine möglichkeit, mich musikalisch zu entfalten und anderen künstlern, die den sound mögen, auch eine möglichkeit zu geben, ihren sound zu veröffentlichen. dass es jetzt so abgeht, damit konnte natürlich niemand rechnen. |
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| housefloor.de: |
bei der label-arbeit hast du mit vielen leuten zu tun. was magst du an menschen mit denen zu zusammenarbeitest und welche eigenschaften oder angewohnheiten kannst du gar nicht ab? |
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marc romboy: |
mein partner klaus und ich machen alphabet city jetzt schon seit 14 jahren und für mich war es immer sehr schön, mit menschen zusammenzuarbeiten, etwas gemeinsam zu schaffen und zu erreichen, aber auch durch krisen zu schreiten, ohne sich gleich bei der nächsten gelegenheit zu trennen. ich liebe es schlicht und einfach, freude zu teilen, ja, das trifft es auf den punkt. was ich nicht mag, hmmm, na, ja jeder mensch ist anders und hat andere sichtweisen, entweder es passt oder es passt nicht. ich möchte mich hier nicht als moralapostel hinstellen. wir sitzen alle in einem boot und verfolgen ähnliche ziele, nämlich elektronische musik den menschen näher zu bringen.
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housefloor.de: |
was können wir in den kommenden monaten von dir und deinen labels erwarten? |
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marc romboy: |
oh, sehr viel. wo fang ich an, wo höre ich auf? systematic mäßig wird es eine neue mix cd von tommie sunshine und mir geben, nämlich die „systematic sessions vol. 2“. die erste kam vor genau einem jahr raus und war damals von martin landsky und mir. dann ist zum ende des jahres ein stephan bodzin album geplant, auf das ich mich unglaublich sehr sehr freue. bis zum sommer kommen noch diverse singles wie etwa „ja ja“ von dj delicious und rutte, mit remixen von paul woolford und claude von stroke. dann meine single mit robert owens mit remixen von hugg & pepp und martin landsky. außerdem wird es bei alphabet city noch labelkoops mit lützenkirchen namens tabula raza und olaf pozsgay namens nordwest geben. also, langeweile wird es nicht geben.
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www.systematic-recordings.de |
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.:: weiter zu marc romboy ::. |
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cd-tipp :: marc romboy - gemini (album) |
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cd-tipp :: "systematic sessions vol. 1" |
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