.:: housefloor hakt nach bei... :: tanith
 
   
wohnort
berlin
bürgerlicher name
thomas andrezak
geburtsjahr
1962
housefloor.de: warum fasziniert dich gerade elektronische musik und nicht irgendeine andere richtung?
tanith:

wer sagt denn das mich andere richtungen nicht interessieren? ;-)
aber stimmt schon, mein hauptaugenmerk liegt schon beim elektronischen und das nun schon seit über einem viertel jahrhundert.
vielleicht einfach deshalb weil mich immer das noch nie gehörte interessiert und das ist ja die domäne elektronischer musik.
aber auch der produktionsprozess der reduzierten mittel in der elektronischen musik ist für mich immer wieder faszinierend. was für einen krach man heutzutage allein mit einem laptop veranstalten kann, das ist schon famos, früher hätte es da ganze ensembles gebraucht und die zu diesen tönen zu kriegen wäre beileibe nicht so einfach, haha!

 
housefloor.de: wie baust du deine dj-sets auf? reagierst du beim plattendrehen auf die vibrations der partycrowd oder ist dein set weitestgehend vorstrukturiert? warum?
tanith: nur crowdreading. ich könnte nicht vorstrukturieren, so was klappt bei mir nicht und würde mich total verunsichern, weil ich das gefühl hätte, ich würde nicht das optimum herausholen.
 
housefloor.de: wie sehr gehst du mit technischen neuerungen um? denkst du, dass sich auf lange sicht das auflegen mit cds oder gar das pc-mixing durchsetzen werden?
was präferierst du selbst?
tanith: ich hasse cds, lege aber seit einem jahr mit serato scratch live auf und möchte es nicht mehr missen. ich habe immer eine externe festplatte mit über 70 tagen musik dabei, die auswahl ist mittels dieser neuen technik nun mal viel größer und das kommt den sets zu gute. zudem findet man in einer dicken itunes library verschollene tracks viel schneller wieder, als in einer plattenwand von drei mal sechs metern, wie sie sich gerade hinter meinem rücken auftürmt. 
 
housefloor.de: hast du auch nach jahren des auflegens noch das gefühl, dass sich deine mixing skills verbessern? wenn ja, wodurch?
tanith: na klar, übung macht den meister. und da ich ja auch ganz gerne mal die stile wechsle, muss man sich auch immer wieder neue skills draufbringen. breaks mixt man ganz anders als techno, dubstep wieder anders als minimal undsoweiter.
 
housefloor.de: welches ist für dich das highlight im elektronischen festival-kalender und wieso?
tanith: da dieses biz nicht gerade durch stringenz glänzt, kann ich auch nicht sagen, dass es da einen festen kalender gibt auf den man sich verlassen und freuen kann. ist auch ganz gut so, was wäre das leben ohne überraschungen.
   
housefloor.de: in welchem zusammenhang steht die techno/house szene nach deiner einschätzung mit drogen?
tanith: im gleichen wie der rest der gesellschaft auch, drogen werden überall konsumiert, die stones besangen schon "mother's little helper", der trucker schluckt "hallo wach", zum flirt gibt's rotwein etc.,  ich finde techno oder house im umgang damit nicht besser oder schlechter als den rest der welt.
 
housefloor.de: was ist immer in deinem kühlschrank zu finden?
tanith: orangensaft, diverse käse-sorten, etwas obst und gemüse.
 
housefloor.de: was machst du als erstes, wenn du nach hause kommst?
tanith: mails lesen, website checken.
   
housefloor.de: welche tendenzen siehst du in der elektronischen musikszene?
tanith: im moment komischerweise gar keine, minimal rult nach wie vor und irgendwie ist kein ende abzusehen.
 
   
   
 
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