| housefloor.de: |
du hast in den zurückliegenden zwei jahren mehr und mehr poppige elemente in deine tracks verbaut. wie kommt es zu dieser entwicklung? |
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alexander
kowalski: |
ich habe schon immer andere musik als techno gehört. ich bin ein großer fan von bands wie „muse“, „sneaker pimps“, „white stripes“ & „kaiser chiefs“. da ich mich wirklich viel mit solcher musik beschäftige, ist es eher eine natürliche entwicklung, dass diese einflüsse auch mehr und mehr in meinen eigenen tracks zu hören sind. |
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| housefloor.de: |
auf deinem neuen album „changes“ arbeitetest du mit einigen namhaften musikern zusammen. was schätzt du neben ihrem musikalischen können an der zusammenarbeit? |
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alexander
kowalski: |
ich finde es wirklich spannend musik mit anderen leuten zu machen. joris voorn und funk d´void sind freunde und musikalische wegbegleiter von mir. es war eigentlich schon überfällig, dass wir gemeinsam einen track produzieren. leider konnten wir dies nur durch den austausch von dateien übers internet machen, da die beiden zu weit weg wohnen. aber das war auch mal eine interessante arbeitsweise. bei den sängern war ich vor allem sehr gespannt, was für text-ideen sie zu meinen stücken haben. ich wurde dabei immer sehr positiv überrascht. |
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| housefloor.de: |
dein debütalbum erschien 2001, dann ging es schlag auf schlag: 2002 stand schon das zweite album in den läden und dessen nachfolger war 2003 draußen. warum hat es bis zum vierten album länger gedauert als zuvor? |
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alexander
kowalski: |
nach dem 2003-er album „response“ habe ich erstmal sehr viel live gespielt. ich brauchte dann auch erstmal eine kleine auszeit um mich mal um mein privatleben zu kümmern. in der zeit habe ich aber schon mal ideen für das neue album gesammelt. die produktion des album hat dann auch insgesamt viel länger gedauert, da es durch die vielen vocal-gastauftritte auch viel aufwendiger war, als die alben davor. |
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| housefloor.de: |
für „changes“ hast du auch was das label betrifft eine neue richtung eingeschlagen, denn es erscheint nicht wie seine vorgänger bei kanzleramt, sondern bei different recordings. warum hast du dich zu diesem schritt entschlossen? |
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alexander
kowalski: |
diese entscheidung war nicht ganz einfach, hat aber aus musikalischer sicht auf jeden fall sinn gemacht. ich denke nicht, dass ich das album in dieser form auf kanzleramt hätte veröffentlichen können. |
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| housefloor.de: |
du bist derzeit auch mit den neuen sounds auf tour und stellst sie als live act in den clubs vor. passiert es auch, dass du mitten in der show unterbrochen wirst etwa von fans? geht das oder bist du dann total raus? wie hältst du dir aufgeregte fans vom leib? |
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alexander
kowalski: |
also ich muss während des live-sets schon immer sehr konzentriert sein. wenn ich mit jemandem reden würde, dann würde die musik einfach im loop laufen. das wäre für die leute auf dem dance-floor sicherlich nicht so interessant. |
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| housefloor.de: |
du wohnst seit du acht jahre alt bist in berlin und kommst durch deine auftritte in deutschland viel rum. was unterscheidet für dich die elektronische szene der hauptstadt von der anderer metropolen wie münchen, hamburg, frankfurt oder köln? |
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alexander
kowalski: |
also ich kenne wirklich keine stadt, die so eine starke szene hat wie berlin. es gibt hier momentan so viele locations. man kann jeden tag ausgehen. außerdem wohnen sehr viele produzenten und djs in berlin. das ist auch der grund, warum ich mir nicht vorstellen kann aus berlin wegzuziehen. das ist einfach „meine“ stadt! |
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| housefloor.de: |
kluge köpfe haben dein talent schnell erkannt. so hat die tresor-crew schon nach deinem ersten improvisierten live auftritt dort im jahr 1997, einen deiner tracks auf ihrer compilation veröffentlicht. das war dann sozusagen der startschuss für deine karriere.
wie war das für dich, als junger künstler relativ früh ziemlich gehypt zu werden? hat dich das auch unter druck gesetzt? |
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alexander
kowalski: |
also ich würde nicht sagen, dass ich nach meinen tresor-releases gehypt wurde. erst nach „progress“ wurde das interesse größer. insgesamt war es schon eher eine stetige entwicklung und kein explosionsartiger durchbruch. |
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| housefloor.de: |
du testest neue produktionen regelmäßig bei deinen live-shows. wieso veröffentlichst du nicht einfach nur was du willst, sondern legst wert auf das urteil des publikums? |
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alexander
kowalski: |
ich mache das nicht mit jedem track. die meisten tracks des neuen albums habe ich nicht vorher im club getestet. es ist nur ein track aus meinem live-set auf dem album gelandet. aber es gibt einige tracks die mal fürs album gedacht waren, die ich live spiele, aber unreleased bleiben werden. speziell bei diesem album habe ich einfach gemacht worauf ich lust hatte. in den clubs läuft momentan ja eher ein anderer sound. ich hoffe aber, dass das album trotzdem auch von djs gespielt wird.
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housefloor.de: |
was würdest du jetzt vermutlich machen, wenn du nicht produzent geworden wärst? |
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alexander
kowalski: |
das ist schwer zu sagen. ich habe ja schon mit 16 jahren angefangen zu produzieren. ab da an hat sich bei mir alles um musik gedreht. ich habe nach der schule eine ausbildung in einem cd-laden gemacht und immer nur einen job im zusammenhang mit musik gehabt. also eigentlich hat sich diese frage nie für mich gestellt.
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housefloor.de: |
was unternimmst du, um abzuschalten, wenn du die arbeit mal kurz vergessen willst? |
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alexander kowalski: |
ich mache eigentlich, was jeder so macht. lesen, freunde treffen und ausgehen… ganz ohne musik kann ich nicht leben! |
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cd-tipp :: alexander kowalski - changes |
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››› alexander kowalski im netz |
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