| housefloor.de: |
von 1991 bis zu seinem ende 1997 hast du zur stammbelegschaft des labels eye-q gehört. wie schätzt du rückblickend die bedeutung des labels ein? |
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ralf hildenbeutel: |
diese zeit war schon sehr prägend für die gesamte musikszenerie bis heute. gerade labels wie eye-q und harthouse gehörten da zu den besonderen vorreitern und innovationsgebern. die einflüsse lassen sich bis heute immer wieder hören. etwas stolz ist man da natürlich schon drauf... |
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| housefloor.de: |
in dieser zeit hast du alle tracks von sven väth produziert. welchen anteil denkst du, hat der produzent am erfolg eines titels? |
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ralf hildenbeutel: |
einen großen, da er den sound macht, alles „verpackt“ und umsetzen muss. aber einen mindestens genau so großen hat auch der künstler oder dj, damals für mich sven, da er die entscheidenden impulse und den input geben muss, um den musikalischen weg zu ebnen. |
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| housefloor.de: |
mit der gründung der produktionsfirma „schallbau produktion“ gemeinsam mit steffen britzke und matthias hoffmann 1997 hast du dich von trance und techno abgewandt und begonnen namhafte pop-künstler zu produzieren, darunter simon collins, laith al-deen und yvonne catterfeld. warum hat dich das gereizt? |
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ralf hildenbeutel: |
wir hatten das gefühl, dass im trance und techno bereich erst mal alles gesagt war, die kommerzialisierung der clubmusik war damals sehr groß geworden, es gab keine neuen impulse. das arbeiten mit künstlern und songs ist was völlig anderes und stellte eine neue herausforderung für uns dar. da gelten ganz andere „gesetze“ und wir hatten das gefühl, wieder ganz viel rauslassen zu können. |
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| housefloor.de: |
du machst auch filmmusik, für die du auch ausgezeichnet wurdest. was gefällt dir daran und in wiefern ist das anders als clubmusik zu produzieren? |
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ralf hildenbeutel: |
filmmusik für einen guten film ist besonders reizvoll. das vertonen von bildern kann sehr emotional sein. die verbindung des visuellen und der musik macht hier den großen unterschied. filmmusik ist ja eigentlich nicht immer vordergründig und oft eher unterstreichend, sie kann aber trotzdem ganz massiv die bilder beeinflussen.
clubmusik ist ganz pragmatisch auf eine situation ausgerichtet: man muss im club den hintern drauf wackeln können und zwar was das zeug hält. |
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| housefloor.de: |
auch für deine arbeit als clubmusik-produzent hast du mehrere preise bekommen, unter anderem den viva-comet für den besten nationalen produzenten. was bedeuten dir awards? |
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ralf hildenbeutel: |
es schmeichelt, das muss man natürlich zugeben. und es ist auch gut für die bio, aber es verändert natürlich nicht dein leben oder dein musikalisches schaffen. naja, und dann musst du dir überlegen, wo du die dinger hinstellst, zuhause ist mir das nämlich zu peinlich... |
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| housefloor.de: |
im jahr 2005 hast du auf deinem label schallbau einige eye q-klassiker gerelauncht und hier planst du auch neue projekte. warum hast du dich dazu entschlossen? |
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ralf hildenbeutel: |
es hat in den letzten jahren wieder sehr viel gute neue sachen im clubbereich gegeben, da ist wieder viel passiert und wir hatten lust, etwas mit dem eye q katalog zu arbeiten und dachten jetzt ist eine gute zeit.
außerdem kam lust auf, hin und wieder ein paar neue tracks - ganz für‘n club - rauszubringen. |
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| housefloor.de: |
du bist musikalisch unglaublich vielseitig. ganz aktuell hast du tracks produziert für ein best of von sandra und das neue engima-album. daneben erscheinen neue house/techno produktionen und ein weiteres neues projekt von dir ist das electro-pop-crossover projekt i love pop. wie bekommst du das unter einen hut und welche richtung magst du ganz persönlich am liebsten? |
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ralf hildenbeutel: |
das liest sich jetzt so massiv, aber diese arbeiten verteilen sich natürlich über einen zeitraum von mehreren monaten. auftragsproduktionen sind immer interessant, weil sie ein überschaubares timing haben. neue clubproduktionen mache ich dann, wenn ich eine idee habe und es einschieben kann. an dem projekt „i love pop“ haben wir in london gearbeitet, uns über ein paar monate verteilt immer wieder getroffen.
ich mag sehr gerne projekte, bei denen man viel einfließen lassen kann. dazu eignen sich crossover geschichten oft am besten: etwas elektro mit netten beats, etwas string-arragements, gute songs, netter gesang...nice! |
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ralf hildenbeutel im netz |
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