.:: housefloor interview :: electrixx
 
   
label:
suicide robot
releases auf:
plasmapool, still cookin', karate
wohnort:
berlin
 
housefloor.de: anfang 2007 habt ihr euer eigenes label suicide robot bei plasmapool productions gegründet und bereits drei vinyls hier veröffentlicht. warum habt ihr euch zu diesem schritt entschlossen und welche philosophie steckt hinter suicide robot?
electrixx:

die philosophie von suicide robot ist einfach. ganz klar geht es hierbei um electro-house veröffentlichungen aus dem hause electrixx. ursprünglich war die idee ein eigenständiges künstlerlabel damit ins leben zu rufen, nach 2 veröffentlichungen entschieden wir uns, dass wir auch einfach nur gute musik von anderen künstlern veröffentlichen werden, die in dem rahmen unseres musikgeschmacks fallen. sehen wir es einfach als eine spielwiese für electrixx musik.

 
housefloor.de: sowohl was eure gigs als auch was veröffentlichungen betrifft seid ihr gerade ziemlich am durchstarten. für 2007 stehen mindestens zehn neue platten von euch an. wie managt ihr den erfolg?
electrixx: wir glauben was wirklich hilft um alles in den griff zukriegen ist, einen kühlen kopf zu bewahren. 10 releases in einem jahr sind neben dem produktionsaufwand tatsächlich ein ganz großer schritt in sachen management. wobei wir auch sehr dankbar über die hilfe von plasmapool sind. ohne die jungs wäre vieles nicht so leicht, wie man es immer gerne hätte.
aber man kann beruhigt sagen, den erfolg bekommt man nicht zum spüren, solange man den tatsachen ins auge blickt. wir wollen gute musik präsentieren, wir denken gar nicht daran dass man jetzt mehr erfolg hat als vorher ;)
 
housefloor.de: ihr wollt über den jahreswechsel zum zweiten mal auf südamerika-tour. welche unterschiede in der elektronischen szene im vergleich zu deutschland könnt ihr ausmachen?
electrixx: sollen wir das wirklich in einem deutschen magazin sagen??? *lach*
also man muss ganz ehrlich sagen, die deutsche partyszene ist natürlich der absolute wahsinn. hier sind jedes wochenende die creme de la creme artists unterwegs, was leider den nachteil hat, dass die deutsche partyszene eine enorm hohe messlatte legt, viele partygäste auch gesättigt sind und auch oftmals überfordert mit der großen flut an "neuen" artists. genau darin liegt natürlich der für uns sichtbare vorteil in einem land wie brasilien. die electro szene ist dort gerad am wachsen und wir haben das große glück von anfang an dabei zu sein um die "unerfahrene" crowd dort zu beeinflußen. aus künstleriche sicht ist das ein wahnsinns gefühl wenn die menschen danach feiern, was aus den speakern kommt. natürlich hat man auch den bonus als europäer, dass man ohnehin ein ziemlich großes aufsehen erregt und man bekommt es an der unglaublichen dankbarkeit und der guten laune zu spüren.
 
housefloor.de: in den clubs werdet ihr für eure livesets gefeiert. dabei kommt eine menge equipment zum einsatz. warum muss es für euch so viel technik sein, während manch anderer heutzutage einfach sein laptop aufklappt?
electrixx: na wollen wir mal zugeben, wir könnten im ernstfall auch alles mit nem laptop machen. die technik in solchen hightech maschinen ist so hochwertig und leistungsfähig, dass es nur noch auf den nutzer ankommt. wir brauchen allerdings sowohl für die technische umsetzung als auch für das eigene gefühl viele regler. die bedienung mit der maus oder mit nem midi controller allein reicht uns nicht aus. und wenns es um vocals geht, braucht man dafür allein auch schon wieder gerätschaften.
 
housefloor.de: als ihr euch 2002 in berlin kennen gelernt habt, hatten ihr sofort einen draht zueinander. was genau hat euch vom anderem so schnell überzeugt?
electrixx: haha... was ein tag. wir waren beide bis oben hin voll. wir waren solo künstler und hatten beide das pech in einer endlosen schleife zuhängen. mit ein paar bier zuviel, trafen sich zwei gefrustete junge guys in einem club, die einfach nur bock drauf hatten den leuten die uns nicht weiter brachten zu zeigen wo der hase lang läuft. es war eben ein saufabend mit vielen deprimierenden stimmungslagen, da haben wir soviele dinge zusammen gesponnen und uns am ende für eine gemeinsame produktion entschieden. als wir dann den nächsten tag noch einmal telefoniert hatten, ob wir das "gestern" alles ernst meinten, began es... man muss dazu sagen wir kannten uns beide musikalisch aus diesem club, wo wir uns dann getroffen hatten, wir hatten jeder dort einzeln schonmal gespielt und waren so vom sound schon mal füreinander bestimmt.

   
housefloor.de: arbeitet ihr im studio zusammen und wer macht dabei was?
electrixx: ja und nein...
marph: erik macht mehr die preworks... oft am laptop zu hause, während er nebenbei den ganzen promokram macht.
erik: marph produziert die sachen dann aus in unserem studio. manchmal sitzen wir auch gemeinsam an songs, nur aus der erfahrung quatschen wir mehr blödsinn, als dass wir dann wirklich produktiv arbeiten, daher kommt das nicht sehr häufig vor.
   
housefloor.de: was ist immer in euren kühlschränken zu finden?
electrixx: marph: in erik seinem gibt es viele sachen, wie wurst, kinderzeugs, margarine, puddings, halt so richtiges familien essen.
erik: und bei marph gibt es bis auf das kinderzeugs das gleiche. dafür stehen aber n paar bier mit dabei.
   
 
interview: alexandra heine
   
 
   
   
 
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