.:: housefloor interview :: gregor tresher
 
   
bürgerl. name
gregor trescher
wohnort
frankfurt
geburtsjahr
1976
 
housefloor.de: du machst seit sieben jahren musik und hast in den vergangenen zwei, drei jahren einen rasanten aufstieg hingelegt. wie hat sich das in deinen augen entwickelt und wie gehst du damit um?
gregor tresher:

ich bin sehr glücklich wie sich alles entwickelt hat und freu mich darüber, dass ich nun so viel reisen kann und in vielen tollen clubs spielen darf, darauf habe ich lange hingearbeitet.

 
housefloor.de: kürzlich ist dein debütalbum „a thousand nights“ bei great stuff erschienen. wie bist du ans produzieren dafür herangegangen? steckt eine bestimmte idee hinter dem album?
gregor tresher: ich habe acht monate an den tracks für das album gearbeitet und hatte eine ungefähre vorstellung wie das endergebnis sein soll. ich wollte ein album für den dancefloor machen, also ausschließlich dancetracks ohne intro/outro oder füllertracks. es war mir außerdem wichtig, mit den tracks ein relativ breites musikalisches spektrum abzudecken, in dem ich mich auch als dj bewege. ich wollte sowohl deepe, langsame tracks draufhaben als auch peaktime-nummern.
 
housefloor.de: in den vergangenen monaten warst du mit deinen neuen tracks auf tour und hast dabei auch deine ersten livesets überhaupt gespielt. wie unterscheiden sie sich von deinem dj-set und welches equipment hast du dabei?
gregor tresher: nun, als dj spiele ich ganz traditionell mit vinyl, insofern ist das live-set etwas völlig anderes, hier spiele ich mit ableton und einem korg zero 8 pult, ab- und an nehme ich noch ein zwei synthesizer mit. das live-spielen macht mir sehr viel spaß, aber ich werde das auch in zukunft eher sporadisch machen, weil ich in erster linie DJ bin und auch bleiben möchte. die live-sets werde ich nur zu ganz besonderen events machen.
 
housefloor.de: dein sound ist purer minimal mit klaren sounds und strukturen. was macht den reduzierten sound für dich aus? was liebst du daran besonders?
gregor tresher: ich sehe meinen sound gar nicht so minimal und reduziert, aber das ist ja auch immer ansichtssache. generell versuche ich meine produktionen aber nicht mit sounds zu überladen und raum für jedes einzelne element zu schaffen. mir wird oft gesagt, dass meine musik einen eigenen sound und wiedererkennungswert hat, und ich fasse das als schönes kompliment auf.
 
housefloor.de: du hast mit künstlern wie dem londoner billy nasty, guy gerber und monika kruse gemeinsame produktionen veröffentlicht. mit wem war die zusammenarbeit für dich besonders inspirierend und warum?
gregor tresher: mit billy bin ich inzwischen relativ regelmäßig im studio, gerade für unsere kürzlich erschienene gemeinsame platte für rebel one, "teflon - the wombat". auch mit monika bin ich zur zeit sehr viel im studio, wir arbeiten an ihrem album, das 2008 erscheinen soll und die arbeit daran ist schon recht weit fortgeschritten. ich arbeite ausschließlich mit leuten zusammen, mit denen ich mich auch privat gut verstehe. ich denke das ist wichtig damit überhaupt gute musik entstehen kann.
   
housefloor.de: ein weiteres projekt von dir ist sniper mode, mit dem du zwischen 2001 und 2005 diverse releases vor allem auf elektrolux und mikrolux hattest. danach hast du begonnen hauptsächlich als gregor tresher zu veröffentlichen. wie ist dieser wechsel entstanden?
gregor tresher: ich wollte mit dem namenswechsel auch den wechsel unterstreichen, der sich im generellen sound meiner veröffentlichungen vollzogen hat. mit sniper mode habe ich ja ausschließlich electro und electronica gemacht. das liegt im moment etwas auf eis, es ist aber nicht ausgeschlossen, dass ich da irgendwann mal anknüpfen werde. im moment fehlt mir aber leider die zeit dafür.
   
housefloor.de: was ist immer in deinem kühlschrank zu finden?
gregor tresher: extrascharfe peperoni.
   
 
interview: alexandra heine
   
 
cd-tipp gregor tresher - a thousand nights
 
vinyl review gregor tresher - a thousand nights pt 2
 
   
   
 
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