.:: housefloor interview :: super flu
 
namen
feliks thielemann & mathias schwarz
wohnort
halle (saale)
geburtsjahre
werden nicht verraten ;)
 
housefloor.de: mit besonderer spannung habt ihr die veröffentlichung eurer neuen ep „brink“ bei herzblut recordings erwartet, die seit wenigen wochen zu haben ist. es ist die siebte scheibe des labels und dabei die erste, die nicht von label-chef stephan bodzin selbst stammt. wie kam der kontakt zustande und was bedeutet euch das release?
super flu:

nach unserem „grünschenkel remix“ für dominik eulberg hat uns stephan per mail kontaktiert. im club würden wohl immer die wände brennen, wenn er den track spielt. einige wochen später hat er uns gefragt, ob wir ihm ein paar unveröffentlichte tracks schicken würden, denn er möchte herzblut für neue, frische künstler öffnen. zufällig hatten wir gerade drei tracks fertig produziert, so dass wir ihm sofort etwas zukommen lassen konnten. ...und paar stunden später hatten wir den vertrag auf dem tisch liegen. wir waren überrascht und geehrt!

 
housefloor.de: im jahr 2007 seid ihr ziemlich durchgestartet mit mehreren eps und remixen auf dem renommierten kölner label traumschallplatten. zuvor hattet ihr diverse eps bei kleineren labels wie karatemusik oder whirlpoolsexmusic veröffentlicht. was hat sich dadurch für euch verändert?
super flu: seit wir bei traumschallplatten veröffentlichen, hat sich unsere release-politik verändert. vor dieser zeit haben wir mehr so querbeet veröffentlicht. es kam sogar vor, dass eine e.p. und ein remix von uns zeitgleich auf verschiedenen labels erschienen sind. wir haben jetzt bei traum die möglichkeit eine platte genau zu platzieren, das ist ein großer vorteil für uns. außerdem haben wir natürlich die möglichkeit mehr ohren zu erreichen.
 
housefloor.de: wann und wie war die geburtsstunde von super flu? was hat euch überzeugt, dass ihr beide musikalisch besonders gut zusammenpasst?
super flu: wir haben uns beide vor ein paar jahren beim ausdruckstanz kennengelernt. matze hatte gerade diesen neuen body an wo die knöpfe hinten sind. so sind wir ins gespräch gekommen.
 
housefloor.de: im club spielt ihr nicht nur als dj team, sondern auch als live act. wie unterscheidet sich ein typisches dj set von eurem live set? welches equipment habt ihr dafür dabei?
super flu: bei einem dj-set haben wir natürlich die möglichkeit ein größeres spektrum an musik zu präsentieren. wir können also besser auf die leute eingehen, was sich beim live-set nicht so einfach handeln lässt. wichtig ist uns in beiden bereichen, dass es in die hüften geht, eine gemeinsame energie entsteht und spaß macht. wenn wir auflegen haben wir nur das gute alte vinyl dabei. beim live spielen syncen wir unsere beiden macbooks über w-lan und verfeinern das ganze mit einer briese netter ideen. feliks streicht dann auch ab und zu mit einem geigenbogen über seine gitarre usw.
 
housefloor.de: seit sechs jahren macht ihr die sendung o.tone beim halleschen freien radio corax. warum liegt euch das projekt am herzen?
super flu: o.tone ist eine tolle plattform für die technoszene in unserer region. wir haben hier die chance viele leute mit unserer meinung nach guter musik zu versorgen und sie auf dem laufenden zu halten. des weitern können wir hier jungen, talentierten künstlern und veranstaltern die chance geben ihren sound und schaffen einer breiten öffentlichkeit zu präsentieren. aber am wichtigsten ist der spaß am radio machen und so lange wir den haben, gehen wir weiter fleißig on air.
   
housefloor.de: in eurer discografie finden sich gerade in jüngster zeit einige ungewöhnliche tracknamen wie „momratzn“, „brink“ oder der demnächst erscheinende „rattelschneck“. wie entstehen die tracknamen und für wie wichtig haltet ihr namen allgemein?
super flu: es gibt zu jeden tracknamen einen persönlichen hintergrund. die einzelnen geschichten hier zu erzählen würde sicherlich den rahmen sprengen. wir beide vertreten aber ganz klar den standpunkt: namen sind schall und rauch, die musik muß passen.
   
housefloor.de: welche eigenschaften schätzt ihr jeweils am anderen besonders?
super flu: wir waren ja schon vor unserer zeit als super flu freunde. irgendwie mögen wir uns einfach nur so, bei uns stimmt halt die chemie. wir haben aber mit der zeit festgestellt, dass man bei einer zusammenarbeit immer gewisse kompromisse machen muss und somit auch immer wieder auf neue ideen stößt, das macht spaß. interessant wird es, wenn der andere dich gegen deinen willen auf etwas bringt, was du im nachhinein doch super findest. da kann man immer viel voneinander lernen!
   
housefloor.de: wie arbeitet ihr im studio zusammen? wer macht was?
super flu: bei dieser frage wird sicherlich das besondere an unserer zusammenarbeit deutlich. mathias hat halt dieses gewisse gespür für den dancefloor. feliks produziert von uns beiden schon länger musik und ist einmalig kreativ an den knöpfen. durch seine klassische musikausbildung übernimmt feliks ganz klar den technischen teil. wir setzen uns dann zusammen und überlegen in welche richtung wir gehen wollen. grundlage ist dann meistens eine gute idee in form eines sounds. wir gehen auch oft einfach mit einem dat los und nehmen sachen in unserem alltag auf. das ist auf jeden fall die wichtigste grundlage für jedes lied.
   
housefloor.de: was können wir in naher zukunft von euch erwarten und was sind eure langfristigen ziele?
super flu: als erstes steht unser remix für minilogues „space“ in den startlöchern. auf der einhundertsten traumschallplatte werden wir auf der dazugehörigen traum-box musikalisch gratulieren. ende des jahres ist dann die nächste herzblut geplant und 2009 haben wir das große ziel ein album zu machen. dazu liegt uns die weiterentwicklung unseres live-sets sehr am herzen. es gibt also eine menge zu tun.
   
 
interview: alexandra heine
   
 
vinyl review super flu - momratzn
 
vinyl review super flu - she
 
   
   
 
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