.:: housefloor interview :: steve dixon
 
name
tony hintz
wohnort
hannover
geburtsjahr
1981
 
housefloor.de: wie hast du angefangen dich für elektronische musik zu begeistern und was fasziniert dich daran?
steve dixon:

angefangen hat alles mit der tapesammlung meines bruders – 1991 bis 1992 steve masons experience auf bfbs london und die hr3 clubnight.
der rest lief dann ich sag mal klassisch
ab. erste clubbesuche, faszination dj, die ersten platten, erste gigs. 2004 gründete ich mit zwei freunden born2groove. aus einer idee wurde dann eine regelmäßige veranstaltung im soapclub hannover, die sehr erfolgreich monatlich lief. wir haben es geschafft leute herzuholen, die vorher selten oder noch gar nicht hier waren: woody, anja schneider, markus kavka, afrilounge, camea und noch eine ganze menge mehr.
durch born2groove kam ich auch zu meinem resident job im soapclub hannover. dieser wurde ja nun leider geschlossen. leider ruht born2groove gerade zwangsweise. wir sind auf location suche und auch auf der suche nach clubs und partnern außerhalb, mit denen man in regelmäßigen abständen zusammenarbeitet.

 
housefloor.de: reagierst du beim plattendrehen auf die vibrations der partycrowd oder ist dein set weitestgehend vorstrukturiert? warum?
steve dixon: ja, definitiv. ich find es selber ätzend auf 'ner party zu stehen, wo so 'n ego-dj sein ding auf biegen und brechen durchziehen muss. klar trifft man nicht immer zu hundert prozent den punkt bei allen leuten - was ja auch extrem langweilig wäre. allein schon durch die einschränkung die so eine plattentasche in der regel hat. aber hundert prozent vorkonfiguriert ist so dermaßen langweilig.
das merken die leute in der regel auch.
ich entscheide da eher aus dem bauch heraus, was die leute mir dann auch so gut wie immer danken.
sie wollen unterhalten werden und erwarten einen guten job von mir.
schließlich haben sie auch eintritt bezahlt.
 
housefloor.de: wie sehr gehst du mit technischen neuerungen um? denkst du, dass sich auf lange sicht die neuen techniken des auflegens mit cds oder gar das pc-mixing durchsetzen werden? was präferierst du selbst?
steve dixon: gerade heute wird es durch die digitale welt irgendwie noch viel spannender als es eh schon sein könnte. allein die möglichkeiten bei systemen, wie serato oder traktor scratch finde ich extrem spannend. man kann in laufende tracks eingreifen, loops setzen oder 'nen halben remix live im set erzeugen... auflegen 2.0 sozusagen.
außerdem hat man auf jeden fall noch mehr möglichkeit auf die leute einzugehen und ist nur noch durch die festplattengröße beschränkt, was die anzahl der titel angeht, die man mitnimmt.
bequemer ist es allemal, weil man sich keinen b
ruch mehr hebt wenn man unterwegs ist.
vom kostenfaktor mal abgesehen.
bei der menge an liedern, die wöchentlich raus kommen, ist es in meinen augen noch schnelllebiger geworden und es gibt extrem viele tracks, die man wirklich nur eine gewisse, relativ kurze zeit spielt. da jedes mal ein vinyl zu kaufen ist sehr teuer auf dauer.
außerdem gibt es mittlerweile so viele gute online-labels, die nur digital veröffentlichen. es ist definitiv ein unterschied, ob man acht bis zehn euro für ne scheibe zahlt, wo vielleicht nur ein lied gut drauf ist, oder zwei bis drei euro für einzelne tracks bei beatport oder einer anderen plattform.
das einzige was mich an diesen systemen nervt ist, dass rumgefummel beim anschließen und das dazwischen gefummel wenn ich auflege noch mehr! aber alles in allem 'ne geile sache!
 
housefloor.de: wer hat neben dir den größten einfluss auf deine art musik zu machen?
steve dixon: das ist ne gute frage... die vielen kleinen dinge im leben, die am ende die große summe ausmachen. und die ich dann in die musik packe und versuche mit meiner musik auszudrücken. viele schöne, aber auch unschöne momente.
aber auch freunde, die mich allein durch ihr dasein beeinflussen. vor allem eine freundin aus frankfurt (oder) die überhaupt keinen techno hört, mich aber in vielen momenten und situationen beeinflusst. und leute, die ehrliche musik machen. ganz egal aus welchem genre.
 
housefloor.de: was machst du als erstes, wenn du nach hause kommst?
steve dixon: nach einem gig? normalerweise erstmal duschen, zähne putzen und ins bett gehen.
   
housefloor.de: welche tendenzen siehst in der elektronischen musikszene?
steve dixon: tendenzen sind hier glaube ich schwer auszumachen. es hat sich in den letzten jahren wieder etwas "gesund geschrumpft" würde ich sagen. der minimal-hype lässt eventuell etwas nach und es bewegt sich wieder alles mehr in richtung techno, mit "angenehmer reisegeschwindigkeit" und etwas mehr abwechslung. aber das ist nur ein eindruck.
es wird sich definitiv weiter in kleine clubs verlagern und die "mega raves", mit einer stunde spielzeit pro dj in irgendwelchen hallen werden weniger. ich denke, die leute achten mittlerweile mehr auf qualität der musik in den clubs als auf quantität.
außerdem wird sich das digitale auflegen mehr und mehr durchsetzen. klar, vinyl wird es immer geben. was auch gut ist!
   
housefloor.de: was können wir in naher zukunft von dir erwarten und welche ziele steckst du dir für deine weitere karriere?
steve dixon: ich hoffe eine menge. ich setz mich gerade extrem mit logic 8 und diversen plug ins von native instruments, korg etc. auseinander und warte auf eine initialzündung. (lacht)
ansonsten backe ich lieber kleinere brötchen und seh dem ganzen entspannt entgegen. was mich aber noch reizen würde ist ein live act. abwarten...
www.myspace.com/sdixon
www.myspace.com/born2groove
   
 
interview: spacelounge
   
 
   
 
Bookmark bei: Mr. Wong Bookmark bei: Webnews Bookmark bei: Icio Bookmark bei: Oneview Bookmark bei: Linkarena Bookmark bei: Favoriten Bookmark bei: Seekxl Bookmark bei: BoniTrust Bookmark bei: Favit Bookmark bei: Linksilo Bookmark bei: Readster Bookmark bei: Folkd Bookmark bei: Yigg Bookmark bei: Digg Bookmark bei: Del.icio.us Bookmark bei: Facebook Bookmark bei: Reddit Bookmark bei: StumbleUpon Bookmark bei: Slashdot Bookmark bei: Furl Bookmark bei: Blinklist Bookmark bei: Technorati Bookmark bei: Newsvine Bookmark bei: Blinkbits Information
 
››› weiter portraits cd-tipps vinyl reviews