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housefloor.de: |
anfang mai erscheint dein erstes album „uniting music“. die grundidee des albums war es, eine durchgängige komposition zu erschaffen. keine einfache aufgabe, wenn man bedenkt, dass es dein markenzeichen ist, house mit elementen aus afro, latin, jazz und soul zu verbinden. was ist der rote faden in „uniting music“?
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ralf gum: |
verbindende elemente sind die durchgehende soulige harmonische struktur sowie musikalische elemente, die sich teilweise durch mehrere tracks ziehen. das album ist nicht das produkt einzelner stücke, die im nachhinein zusammengefügt wurden, sondern wurde komplett am stück komponiert. dies geschah, bevor ich an die aufnahmen mit den einzelnen sängern gegangen bin. das ganze konzept spiegelt sich im albumtitel „uniting music“ wieder. ich wollte meine favorisierten sänger in einer musikalischen reise zusammenbringen.
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housefloor.de: |
du arbeitest oft mit sängern zusammen, für „uniting music“ unter anderem mit monique bingham, beate s. lech aka beady bell, wunmi und inaya day. was macht in deinen augen eine gute sängerin oder einen guten sänger im elektronischen bereich aus?
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ralf gum: |
grundlegend unterscheidet sich der elektronische nicht von anderen bereichen. ein guter sänger sollte neben seinen „handwerklichen“ fähigkeiten wie intonation und rhythmusgefühl fähig sein durch sein gefühl dem song leben einzuhauchen.
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housefloor.de: |
du bist seit 1990 als dj tätig und produzierst seit 1993. seitdem hast du unzählige eps, remixe und mix-cds veröffentlicht. warum kommt erst jetzt ein ganzes album von dir?
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ralf gum: |
lust ein album zu produzieren hatte ich eigentlich schon lange, allerdings wollte ich nie einen 08/15 longplayer machen, der aus einer simplen aneinandereihung von einigen house-singles besteht. deshalb habe ich die bisherigen gogo veröffentlichungen lieber in form von mix-cds auf cd gebracht. die idee zu dem durchgängigen album kam irgendwann im gespräch mit crisp und hat mich sofort überzeugt. somit war klar: jetzt ist der zeitpunkt gekommen! |
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housefloor.de: |
du hast auch für „uniting music“ mit deinem langjährigen studiopartner crisp zusammengearbeitet? wie ist da die aufgabenverteilung?
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ralf gum: |
crisp war beim album meist für die harmonien verantwortlich. hierzu habe ich ihm einen grundbeat geliefert und er hat instrumentenspuren eingespielt. bei einigen songs hat er auch die struktur arrangiert. diese arrangements arbeite ich dann aus, ergänze sie mit weiteren sounds, perfektioniere den beat und percussion, nehme die musiker und sänger auf und mische am ende die tracks ab. |
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housefloor.de: |
du legst wert darauf, oft live eingespielte loops für deine songs zu verwenden. deshalb hast du auch für „uniting music“ mit musikern zusammengearbeitet. neben oliver leicht an der flöte ist auch die raw artistic soul brass section für die bläser mit dabei. wie sieht das im studio aus, jammt ihr richtig zusammen? |
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ralf gum: |
meist ist es kein jammen. die musiker bekommen vorkomponiertes material entweder in form von „hörbeispielen“ oder als notendruck. diese vorgaben spielen sie dann nach und ergänzen sie durch zusätzliche harmonische stimmen. bei soli, wie im falle von oliver an der flöte, wird aber auch gejammt, bis der perfekte take aufgenommen ist.
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