| housefloor.de: |
dein erstes solo album ist im februar erschienen ›››. du hast dir zeit gelassen um es zu produzieren, drei jahre insgesamt unterbrochen durch auflegen, die produktion von mix-compilations und remix-jobs. was jetzt veröffentlicht wird, ist die dritte version des albums. das klingt als ob du ein perfektionist bist. kannst du den entstehungsprozess des albums beschreiben? |
|
|
jesse rose: |
die qualitätskontrolle wurde so hoch wie möglich angesetzt von dave taylor (the anr) und mir selbst, um hoffentlich ein album zu schaffen, das die nächsten zehn jahre lang spaß macht. ich hab das meiste der arbeit in sechs geradlinigen wochen gemacht und dann hat es ein jahr gebraucht, es fertig zu machen und einige neue tracks hinzuzufügen, wie „forget my name“ mit hot chip.
|
|
| | | |
| housefloor.de: |
auf dem album finden sich einige starke vocals. ist deine eigene stimme in einem der stücke zu hören? wie suchst du die sänger aus, mit denen zusammenarbeitest, und wie entwickeln sich die tracks?
|
|
|
jesse rose: |
ich bin kein guter sänger, also habe ich mich rausgehalten. aber die stimmen von joe und alexis von hot chip, david e sugar auch aus london und die unglaubliche beat box band aus tokio sind zu hören. allerdings pfeife ich in „well now“.
|
|
| | | |
| housefloor.de: |
das album heißt „what do you do if you don’t?“. wie hast du den titel ausgesucht und hat er eine bedeutung?
|
|
|
jesse rose: |
das entstand, als dave taylor mich bat, das album zu machen, ging es darum‚ was wäre, wenn ich es nicht machen würde (= what do you do if you don’t?, anmerkung der redaktion). ich habe das gesagt und dave meinte, wir sollten das als namen des albums benutzen.
|
|
| | | |
| housefloor.de: |
deine produktionen machen nie an genregrenzen halt. stattdessen verbindest du verschiedene stile miteinander. wie definierst du deinen sound und deine art musik zu machen?
|
|
|
jesse rose: |
ich beschreibe meinen sound gern als batty tango house mit einem hauch limette. ich mache tracks gerne so, wie ich mich gerade fühle. manchmal deep, mal witzig, manchmal langweilig. das ist tagesabhängig und abhängig von der non-house musik, die ich höre. |
|
| | | |
| housefloor.de: |
vor einigen jahren bist du von london nach berlin gezogen. warum hast du dich dazu entschlossen und welchen einfluss hat das leben in berlin auf deine musik? |
|
|
jesse rose: |
ich hatte einfach lust auf eine veränderung. ich liebe vieles an london, aber ich hatte das gefühl, dass berlin einen besonderen chill-faktor hat, den ich irgendwie brauchte nach zehn jahren arbeiten und auflegen in london. ich bin in berlin etwa acht wochen im jahr, wenn man alle tage zusammenzählt, und ich liebe es. du kannst vom club nach hause gehen, ohne von einem crackhead ausgeraubt zu werden (nicht, dass ich normalerweise zu fuß gehen würde, ich bin meistens zu betrunken zu laufen).
|
|
|
|
|
|
| housefloor.de: |
du hast drei labels: front room recordings, made to play und loungin’ recordings. mit welcher philosophie betreibst du sie?
|
|
|
jesse rose: |
in den vergangenen zwei jahren habe ich nur zwei labels betrieben, front room und made to play, weil mein guter freund chris belsey loungin’ übernommen hat, weil es mehr sein ding ist. wir sind dabei ein neues label zu starten für deepere stücke auf made to play. die labels decken alle facetten von house und techno ab. front room ist dabei mehr auf der technoiden seite und made to play repräsentiert modernen, treibenden house.
|
|
|
|
|
|
|
housefloor.de: |
du hast ein alter ego namens content. wie unterscheidet sich dieses projekt von dem, was du als jesse rose machst?
|
|
|
jesse rose: |
ja, bei content geht es um deepe stücke wie „the tribute“ auf front room im vergangenen jahr. content ist völlig frei, auch mal einen ganz langsamen housetrack oder einen mittel-schnellen technotrack aufzunehmen.
|
|
|
|
|
|
|
housefloor.de: |
mitte der 90-er jahre hast du regelmäßig in der fabric in london gespielt, was dir auch dabei geholfen hat, die ersten auftritte in europa zu bekommen. dein erstes release hattest du 1999, aber es war eigentlich erst im jahr 2007, als dir so richtig anerkennung und aufmerksamkeit zukamen. das klingt nach einem harten weg an die spitze der dj- und produzenten-szene…?
|
|
|
jesse rose: |
nein, ich glaube es war gut, weil man sein handwerk gut erlernt. du bist nicht nur ein produzent, der auflegt. ich meine, ich habe meinen lebensunterhalt für etwa zehn jahre mit dem auflegen verdient, also das ist nicht schlecht.
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
interview: housefloor.de |
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
.:: mehr von jesse rose ::. |
|
|
|
|
|
cd-tipp jesse rose - what do you do if you don't? |
|
|
|
|
|
cd-tipp body language 3 mixed by jesse rose |
|
|
|
|
|
|
www.myspace.com/jesseroseandcontent |
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|