SITE BACK
housefloor Interview Robaer & Beatnut5
 
 
Name
Robaer & Beatnut5
Wohnort
München
Labels
Robeat5 Records, Konsulat Tonträger
housefloor.de: Ihr habt Anfang 2009 die Munich House Mafia ins Leben gerufen. Was genau verbirgt sich dahinter?
Robaer: Die Munich House Mafia ist eine Gemeinschaft mehrerer DJs und Produzenten aus dem Großraum München, die eine gemeinsame Vision von Clubmusik haben. Wir verfolgen das Ziel, gute House Music zu komponieren und sie live zu zelebrieren als gäbe es kein Morgen.
Beatnut5: Inspiriert wurde der Name unter anderem von der Swedish House Mafia. Derzeit zählt die Munich House Mafia acht Köpfe.
 
housefloor.de: Euer Label Robeat5 Records feierte im Juli sein Einjähriges und konnte einige erfolgreiche Veröffentlichungen platzieren. Was ist künftig von Robeat5 zu erwarten?
Beatnut5: Auf Robeat5 Records erscheint im November ein neuer Track von uns, von dem ich wirklich überzeugt bin. Das Stück heißt "Baumkatze" und wir haben wir wieder tolle Remixe dazu bekommen.
Robaer: Als besonders viel versprechend stufen wir mit "Pony" das erste Release von den Supreme Sluts auf Robeat5 ein. Die Single erscheint auch im November und ich bin gespannt wie "Pony" einschlägt.
Zudem erwarten wir neue Produktionen von tommiGO, DJ Pintaa und Johannes Vice.
 
housefloor.de: Außerdem gibt es Anfang November den Launch Eures Sublabels Konsulat Tonträger. Warum habt Ihr Euch entschieden ein Sublabel zu gründen und was unterscheidet Konsulat von Robeat5?
Robaer: Konsulat Tonträger entstand aus einem Joint Venture von Robeat5 zusammen mit der weltweit agierenden Artist Management Agentur Spacelounge. Konsulat soll die Aktivitäten in den Bereichen Techno, Minimal und Tech House bündeln und ausbauen.
Beatnut5: Zudem konnten wir über die internationale Ausdehnung der Agentur Spacelounge schon den einen oder anderen neuen Künstler für die Labels gewinnen.
 
housefloor.de: Ihr gebt seit einem Jahr jede Woche die Bullen von Tölz bei Eurer Residency im Kult Club in Bad Tölz. Dabei pflegt Ihr einen engen Kontakt zum Publikum, wie auch online bei Facebook. Warum ist Euch das wichtig?
Beatnut5: Aus Zeitgründen sind wir derzeit dort nur alle zwei Wochen vertreten.
Der Kontakt zum Publikum ist uns besonders wichtig, denn die Reaktion der Menge ist der beste Messwert für erfolgreiche Songs und gute Sets.
Robaer: Er ist uns aber auch persönlich wichtig, da wir zwei offene, fröhliche Menschen sind, die gerne Kontakte pflegen und sich freuen, wenn sie mit ihrer Musik andere Menschen damit begeistern.
Facebook ist optimal dafür geeignet, da es eine sehr aktive Community ist, und man dort sehr viele technische Möglichkeiten hat, seine Fans regelmäßig mit Neuigkeiten zu versorgen.
 
housefloor.de: Ihr arbeitet gerade an Eurem neuen Liveact. Was habt Ihr da genau vor?
Beatnut5: In Planung sind diverse Live Acts mit den Members der Munich House Mafia in Deutschland. Es geht um ausgelassene Gigs mit viel Musik und Spaß.
housefloor.de: Ihr seid seit 2008 gemeinsam als DJ-Team unterwegs. Wie seid Ihr musikalisch zusammengekommen? Was hat Euch davon überzeugt, dass Ihr als Duo besser seit als allein?
Beatnut5: Im April 2008 wurde ich von Robaer für eine Veranstaltung in München gebucht.
Robaer:
Wir hatten uns auf Anhieb gut verstanden.
Beatnut5:
Und auch unsere musikalischen Genres lagen sehr eng beieinander. In vielen Bereichen ergänzen wir uns. Beim Auflegen, beim Produzieren, bei der Labelarbeit und auch in unserem privaten Leben.
Robaer:
Letztendlich legen wir zusammen auf, da wir zu zweit mehr Spaß dabei haben und dem Publikum einen höheren Unterhaltungswert bieten können.
housefloor.de: Wie ist bei Euren DJ-Gigs die Aufgabenverteilung zwischen Euch beiden?
Robaer: Es gibt keine feste Struktur. Es gibt einen groben musikalischen Korridor, in dem wir uns durch den Abend hindurch bewegen. In diesem legen wir meistens im Ping-Pong-Prinzip auf.
Beatnut5:
Zudem unterstützen wir uns gegenseitig mit oder bei Effekten und notfalls holt auch mal einer von beiden Getränke. ;) (lacht)
housefloor.de: Eure neue Single „Baumkatze“ ist ein deftiger Electrohouse-Track. Der Vorgänger „Nameless Love“ ist wesentlich sanfter und tranciger. Wie definiert Ihr selbst Euren Sound als Produzenten?
Robaer: Unser Ziel ist es, gute elektronische Musik zu machen. Das Genre ist eben eine exaktere Kategorisierung, für uns aber bei der Produktion zweitrangig. Das Ergebnis, der fertige Song muss uns einfach gefallen.
Beatnut5:
Aber auch wir machen Entwicklungen in der Szene mit und verarbeiten neue Einflüsse. Dadurch gewährleistet man unter anderem, dass die Musik up to date bleibt. Mit Remixen kann man zumindest in gewisse Genres "hineinproduzieren". So ist Tech House derzeit schwer im Aufwind, da er absolut tanzbar ist, und auch diese Einflüsse wird man in unseren Produktionen ausmachen.
housefloor.de: Ihr seid also DJs, Produzenten und betreibt Euer eigenes Label. Wie bekommt Ihr das alles unter einen Hut?
Beatnut5: Nun gut, es sind alles Elemente, die logisch zusammen passen und harmonieren. Wir würden sogar sagen, dass zumindest das Producing für einen erfolgreichen DJ unabdingbar ist.
Robaer:
Und auch das Plattenlabel hat Synergieeffekte für uns als Produzenten und DJs. So erreicht man über dieses Standing schnell neue Kontakte zu nationalen und internationalen Größen für Remixes, gemeinsame Auftritte oder gar gemeinsame Produktionen. Ganz klar erfordert es viel zeitliches Engagement.
Beatnut5:
Aber Zeit ist eine Sache der Wertschätzung. Und wenn es einem die Sache wert ist, investiert man die Zeit eben sehr gerne. ;)
housefloor.de: Ihr lebt in München. Was schätzt Ihr an der Münchner Clubszene und was gefällt Euch nicht so gut?
Beatnut5: Das Gute an der Münchner Clubszene ist, dass von High Society, die durchaus ihren Spaß haben will, bis hin zu kleinen Clubs mit reiner Party-Bevölkerung alles vertreten ist. Auch musikalisch sind die Münchner je nach Location breit gefächert. Das, was auffällt, sind oft hohe Getränkepreise fürs Publikum.
Robaer:
Bezogen auf das Publikum ist München vom musikalischen Geschmack her sehr mainstreamig unterwegs, und lässt wenig Raum für Neues und Subkulturen im Vergleich zu anderen Städten wie Frankfurt und Berlin.
Beatnut5:
Und genau das bietet eben einem ehrgeizigen Projekt wie der Munich House Mafia die Chance, etwas daraus zu machen, die Verhältnisse zu verbessern. Auf Clubseite zahlt München auch als reiche Stadt nicht die höchsten Gagen. Als Label kann man in einem übersichtlichen Umfeld doch relativ gut Fuß fassen.
housefloor.de: Was ist immer in Euren Kühlschränken zu finden?
Robaer: Eine Steige Red Bull, 'ne Flasche Wodka, Champagner, ganz viel Tiefkühlpizza :) Einfach ein ganz normal gefüllter Durchschnittskühlschrank, denke ich.
Beatnut5:
Red Bull, Red Bull Cola, Heinz Ketchup und Biogemüse und Frischwurscht von Vinzenz Murr.
 
Interview: Alexandra Heine
   
Bookmark and Share  
Subscribe  
   
Robaer & Beatnut5 bei MySpace
Robaer & Beatnut5 bei Spacelounge Artist Managment
Robeat5 Records Homepage
 
mehr von Robaer & Beatnut5
 
Digital Music Tipp Robaer & Beatnut5 - Nameless Love
 
   
 
 
   
   
   
   
››› weiter Portraits CD-Tipps Vinyl Reviews