| housefloor.de: |
Dein neues Album “Bird Brain” ››› ist gerade erschienen. Wie ist das Album entstanden? |
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Claude VonStroke: |
Das Album entwickelte sich als ein konstanter Arbeitsfluss. Das heißt, manchmal bin ich zurück gegangen und habe Tracks immer wieder verändert bis ich fertig war. Deshalb denke ich, hat es einen schönen Klang, der durch das ganze Ding fließt. Obwohl sich einige Tracks drastisch voneinander unterscheiden, sind alle thematisch miteinander verbunden.
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| housefloor.de: |
Wie unterscheidet es sich von dem Vorgängeralbum „Beware Of The Bird“ ›››?
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Claude VonStroke: |
Es ist vielmehr ein ganzes Projekt. Die letzte CD war zusammengestellt aus all diesen Singles, die ich zu verschiedenen Zeitpunkten in verschiedenen Studios produziert habe. Das war also mehr eine Collection aus Singles und Remixen, wohingegen „Bird Brain“ ein richtiges Konzeptalbum ist.
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| housefloor.de: |
Zum Produzieren benutzt Du vor allem Reason und Ableton. Benutzt Du auch Hardware? Was antwortest Du Menschen, die sagen, dass man ohne Hardware keine einzigartige Musik machen kann?
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Claude VonStroke: |
Es ist eigentlich egal, aber ja, ich benutze auch ein wenig Hardware. Die Hardware ist dazu da, um die Schreibblockade zu lösen. Ich kann einfach eine Weile rumspielen, Tasten drücken und Knöpfe drehen, um das monotone Gefühl des “Tracking” in der Software zu brechen.
Trotzdem, das Equipment ist absolut irrelavant. Alle Programme können 95 Prozent von dem machen, was man braucht. Die klingen mittlerweile alle super. Du kannst sogar mit einer einfachen Groove Box einen schönen Track machen, denke ich. Es ist der Verstand, der den Track macht, nicht die Technik. Deine Ideen sind das Wichtigste beim Produzieren.
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housefloor.de: |
Du bist sehr erfolgreich mit Deinem Label Dirtybird. Was ist das Geheimnis?
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Claude VonStroke: |
Meine Philosophie ist ganz einfach: heiße Tracks signen und hart dafür arbeiten, dass die Leute sie auch wirklich hören. Das ist alles! |
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| housefloor.de: |
Dein zweites Label Mothership bringt einen mehr europäisch orientierten Sound mit Acts wie Catz ‘n Dogz, Italoboyz, Maetrik und Voodeux. Wie unterscheiden sich Dance Music aus Europa und den USA voneinander?
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Claude VonStroke: |
Wir haben den Vorteil (oder Nachteil – je nach dem was du magst) mit viel mehr Hiphop, Funk, Soul und RnB aufzuwachsen. Das ist der zentrale Unterschied in den Einflüssen, die auf die Dance Music einwirken. |
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| housefloor.de: |
Vor Deinem Erfolg mit der Single “Deep Throat” hast Du nicht daran geglaubt, dass man von der Musik leben könnte, obwohl Du schon seit vielen Jahren produziert hast. Was glaubst du ist nötig, damit man vom Musikmachen leben kann? |
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Claude VonStroke: |
Du musst willens sein, die Musik nicht nur zu machen, sondern sie auch zu verkaufen. Wenn du die Musik niemandem verkaufen kannst oder du andere Menschen nicht dazu bewegen kannst sie anzuhören, dann gibt es keinen Weg, das Künstlerdasein zu deiner Haupteinkommensquelle zu machen. Es ist schwer, das zu akzeptieren, aber es ist definit wahr. Deine Musik muss gehört werden, damit du sie machen kannst.
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| housefloor.de: |
Du bist mit Vinyl aufgewachsen, aber jetzt erlebst Du als DJ, Produzent und Labelbesitzer die digitale Revolution. Ist die Digitalisierung mehr ein Segen oder mehr ein Fluch für Musikmacher und Konsumenten?
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Claude VonStroke: |
Es ist weder ein Fluch noch ein Segen. Es ist die natürliche Weiterentwicklung der Technik. Es zu bekämpfen ist sinnlos und eine Verschwendung an Ressourcen. Ich verbringe meine Zeit lieber damit, mir darüber klar zu werden, wie ich am besten damit arbeiten kann.
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housefloor.de: |
Du hast einige Zeit lang in Berlin gelebt. Was magst Du an der Stadt und magst Du nicht an ihr?
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Claude VonStroke: |
Ich habe dort nur drei Monate im vergangenen Sommer verbracht, deshalb wäre es ziemlich schwierig für mich, die gesamte Stadt zu beurteilen. Der Trip hat mir auf jeden Fall sehr gefallen und das Reisen war für mich als DJ viel einfacher. Kunst und Kultur in Berlin sind wirklich toll und die Leute sind sehr nett. Ich fand in der Stadt ein etwas entspannteres Gefühl als ich erwartet hatte. Das war eine schöne Überraschung, weil wir immer hören, dass Deutsche so pünktlich sind und alles ist genau geregelt. Im Gegenteil, ich hatte den Eindruck, dass alle super cool sind, entspannt und sehr offen. Nur den Winter würde ich nicht überstehen, wenn ich noch länger geblieben wäre. Außerdem habe ich angefangen San Fransisco sehr zu vermissen. Ich denke, San Fransisco ist ein besserer Ort für mich als Berlin. Ich meine, Kalifornien gegen die rechte, obere Ecke von Nordeuropa… Kann man das überhaupt vergleichen mit den Monaten von Oktober bis April?
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housefloor.de: |
Was steht in den kommenden Monaten bei Dir an?
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Claude VonStroke: |
Ich mache meine Album-Tour für mehrere Monate und ich arbeite an all den neuen Releases, die bald rauskommen. Ich glaube, wir werden ein großartiges Jahr haben!
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Interview: Alexandra Heine |
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mehr von Claude VonStroke |
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CD-Tipp Claude VonStroke - Bird Brain |
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CD-Tipp Claude VonStroke - Beware Of The Bird |
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Homepage Dirtybird Records |
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Claude VonStroke bei MySpace |
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Artikel über Dirtybird bei SoundReflect |
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Discografie Claude VonStroke |
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