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| housefloor.de: |
Vor kurzem ist deine neue Compilation 'Global DJ Broadcast – Best of 2009' ››› erschienen, die deiner Radioshow gewidmet ist, in der du jede Woche aus einer anderen Location dein Set sendest. Wie bereitest du dich auf die Sendung vor? |
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Markus Schulz: |
Wir machen den World Tour Termin jeweils als erste Show jedes Monats. Die Show beinhaltet einen zwei Stunden langen Mix direkt aus einem neuen Club oder einem Event. Im Jahr 2009 habe wir ein paar wirklich besondere Sendungen gemacht, die, wie ich finde, den spezifischen und individuellen Sound des Clubbings an vielen Orten der Welt gut einfangen – Orte wie Medellin in Kolumbien, Sankt Petersburg in Russland und der Club Amnesia auf Ibiza.
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Die Compilation ‘Global DJ Broadcast World Tour Best of 2009’ ist im Grunde eine |
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Zusammenstellung aller Tracks, die mir am meisten aufgefallen sind, weil sie die Crowd am meisten gerockt haben im Verlauf dieser DJ-Reise.
Was die Vorbereitung betrifft, ist es eigentlich nicht so sehr anders als jeder andere Gig. Es geht immer darum, aus all den Tracks, die mir im Laufe eines Monats geschickt werden, die Musik auszuwählen, die ich den Clubgängern dann präsentieren möchte. Der Schlüssel zum Erfolg meiner Global DJ Broadcast World Tour ist es, solche Gigs für die Sendung auszusuchen, die wirklich eine ganz besondere Clubbing-Erfahrung vermitteln an die Leute, die die Sendung einschalten. |
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| housefloor.de: |
Im Jahr 1999 tauchte dein Alter Ego Dakota zum ersten Mal auf. Dann war es ein paar Jahre lang ruhig um das Projekt. Warum hast du dich im Jahr 2009 entschlossen, Dakota durch mehrere digitale Veröffentlichungen auf Coldharbour und ein neues Album ››› wiederzubeleben?
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Markus Schulz: |
Naja, es waren eigentlich nicht nur ein paar Jahre, sondern fast acht Jahre, in denen das Projekt ruhte. „Lost in Brixton“, der letzte Dakota-Track vor dem Album, kam 2001 raus. Nach „Lost“ und den anderen beiden Singles entwickelte sich dann über die Jahre eine Art Kultstatus. Du wirst häufiger danach gefragt, auch im Club lebt das Projekt immer öfter wieder auf – und nach einer Weile, wenn das alles zusammenkommt, fängst du an darüber nachzudenken, welche Möglichkeiten sich da für die Zukunft bieten.
Nach einigen Jahren wünscht sich jeder Künstler die Chance etwas zu machen, das musikalisch anders ist und Klänge aus unterschiedlichen Stilen kombiniert, so dass etwas Neues dabei entsteht. Es kamen also all diese Faktoren zusammen, so dass ich Dakota wiederbelebt und ein ganzes Album dazu gemacht habe.
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| housefloor.de: |
Wie unterscheidet sich das Projekt Dakota von deinem Sound als Markus Schulz? Gehst du mit einem anderen Gefühl ins Studio um Dakota-Musik zu produzieren im Gegensatz dazu, wenn du einen neuen Markus-Schulz-Track in Angriff nimmst?
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Markus Schulz: |
Auf jeden Fall. Die Dakota-Tracks basieren auf Sounds von vielen elektronischen Subgenres außer Trance. Das sind Stile wie Deep House, Techno, Progressive und sogar ein bisschen Electro. Als ich dieses Projekt startete, wollte ich einfach ein paar dunklere Tracks machen für mein DJ-Set des letzten Sommers. Als die Produktion voranschritt, wurde mir klar, dass dieses Projekt deutlich weiter geht als meine anderen Tracks als Markus Schulz. Ich wollte die Fans nicht verwirren und verhindern, dass sie vielleicht denken könnten, ich würde meinen Stil ändern. Also habe ich mich entschieden, dieses Material unter dem alten Dakota-Pseudonym zu veröffentlichen.
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housefloor.de: |
Im Jahr 2005 hast du dein eigenes Label gegründet, Coldharbour Recordings. Mit welcher Philosophie betreibst du es? Wie suchst du die Tracks aus, die auf Coldharbour veröffentlicht werden?
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Markus Schulz: |
Ich glaube, es gibt eher ein „Ziel für diese Mission“ als eine konkrete Philosophie. Wenn es die gäbe, wäre die Philosophie hinter dem Label, einen ganz bestimmten Stil zu veröffentlichen, der vom Klang und
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von der Qualität der Musik her am besten das einfängt, was mir als Künstler wichtig ist. |
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Abgesehen von dem Bezug zu meiner Zeit in den Studios in Londons Coldharbour Lane hatte ich immer das Gefühl, dass Coldharbour ein Labelname ist, der vorherbestimmt, was für Tracks wir hier veröffentlichen werden. Was wir nicht machen, ist typischer Trance. Es sind Tracks mit weniger auffälligen Riffs, es geht weg vom Mainstream. Die Tracks leben von Sounds und Effekten mit viel mehr Nuancen und Tiefe. Wenn man sich die Künstler anschaut, die die ersten Releases lieferten – Leute wie Marcus Schossow, Santiago Nino, Probspot, tyDi und Niklars Harding – die erfassen selbst sehr gut, wie Coldharbour klingt. Das sind Produzenten, die in der Lage sind, die Bereiche links und rechts neben dem Trance Mainstream zu erforschen. |
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| housefloor.de: |
Du bist seit vielen Jahren bei dem Label Armada. Was schätzt du an dieser Zusammenarbeit?
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Markus Schulz: |
Vor allem in Sachen Trance, aber auch was elektronische Tanzmusik insgesamt betrifft, ist Armada die stärkste Kraft auf dem Markt. Wenn du ein Label betreibst, ist es ganz normal, dass du willst, dass deine Musik von so vielen Menschen wie möglich gehört wird. Armada sorgt dafür auf unterschiedlichen Wegen und genau das mag ich an der Arbeit mit ihnen.
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| housefloor.de: |
Das Genre Trance wurde schon mehrfach als tot bezeichnen und ist gerade wieder voll da. Wie erklärst du, dass diese Musikrichtung immer wieder Ups und Downs erlebt?
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Markus Schulz: |
Man könnte diese Frage ganz einfach beantworten: Musik ist zyklisch. Was Trance betrifft, denke ich jedoch, dass diese Antwort zu einfach wäre. Als Genre war Trance schon immer innovativer als die EDM-Kurve. Trance hat unzählige Impulse von Subgenres erhalten und konnte so immer wieder neu erfunden werden. Der Großteil dieser Subgenres ist auch heute beliebt wie zum Beispiel Techtrance, Minimal Trance, Deep oder Euphoric.
Bei Trance gelangen viele Hits auch in die Presse, denn von der Menge her ist Trance das beliebteste Genre der elektronischen Tanzmusik. Alles, was dann eben overground ist, wird von denen schlecht gemacht, die sich für cool halten. Trance ist letztlich eine Art Musik, die man leicht anhören kann (obwohl es paradoxerweise vergleichsweise komplex ist, Trance zu produzieren). Die neuen Generationen von Fans saugen den Sound auf, sowohl in als auch außerhalb der Clubs, und das sorgt ständig für neue Impulse.
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housefloor.de: |
Was steht in den nächsten Monaten bei dir an?
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Markus Schulz: |
Jede Menge! Es stehen ein paar aufregende Termine der Global DJ Broadcast World Tour an im Januar und Februar inklusive dem dicken Together As One in Los Angeles am Neujahrstag. Das ist das erste Mal, dass ich seit 2005 wieder dort hinfahre. Und die Macher dort sorgen immer für ein kolossales Event, weshalb ich mich sehr darauf freue.
Ich starte im Januar auch den Global DJ Broadcast Podcast. Darüber hatte ich schon lange nachgedacht. Es hat eine Weile gedauert, die richtigen und legalen Wege dafür zu finden, aber wir haben es geschafft, das zu regeln.
Neben der wöchentlichen Radioshow freue ich mich darauf, meinen Fans einen monatlichen Download anbieten zu können, den sie auch unterwegs anhören können.
Im Februar steht die Veröffentlichung der nächsten Markus Schulz Stadt-Compilation an. Wir waren dafür schon in Toronto ›››, Amsterdam und Miami und 2010 geht’s nach Las Vegas. Das ist eine Stadt, zu der meine Verbindung immer stärker geworden ist im Laufe der vergangenen Jahre. Und ich werde dort noch viel mehr machen im Laufe des Jahres 2010.
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Interview: Alexandra Heine |
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mehr von Markus Schulz |
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CD-Tipp Markus Schulz - Global DJ Broadcast World Tour |
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CD-Tipp Dakota - Thoughts Become Things |
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CD-Tipp Markus Schulz - Toronto 2009 |
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CD-Tipp Markus Schulz - Progression Progressed |
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Homepage Markus Schulz |
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Markus Schulz on MySpace |
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