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Housefloor Interview :: Applescal
 
Name
Applescal
Wohnort
Amsterdam
Label
Traum
housefloor.de:

Dein neues Album “A Mishmash of Changing Moods” erscheint im April bei Traum. Was hat inspiriert, als du es produziert hast?

Applescal:

Ich habe Inspiration gefunden als ich im Studio saß und versucht habe, etwas Neues zu machen, weil ich Probleme damit hatte Dancefloor-Tracks zu machen. Es gefiel mir und als ich ein paar Projekte fertig hatte, sah ich das Potential für ein Album. Als Traum die Tracks gehört hat und sie sie cool fanden, war ich plötzlich voller Ideen und hab einen Track pro Woche gemacht. Das war eine verrückte Zeit.

 
housefloor.de: Wie lange hast du daran gearbeitet und wie haben sich die Tracks entwickelt? Wie können wir uns deine Arbeit im Studio vorstellen?
Applescal: Ich glaube, ich habe ein halbes Jahr daran gearbeitet. Die meisten Tracks habe ich direkt fertig gemacht nachdem ich die Idee dazu hatte. Zum Schluss habe ich noch ein paar Sachen im Arrangement verändert. Mein Studio ist wie ein kleiner Holzbunker mit einem Raum darin neben dem Bad. Es ist wie ein großer, vollgestopfter Aschenbecher, wenn ich produktiv bin. Ich glaube, wenn mein Vermieter das an einem schlechten Tag zu Gesicht bekommt, dann muss ich da für immer raus. *lacht*
 
housefloor.de: Wie unterscheidet sich dein neues Album von deinem Debütalbum “A Slave’s Commitment”, das 2009 auch bei Traum erschienen ist?
Applescal: Mein erstes Album war eher eine Zusammenstellung von Tracks, die ich über die Jahre gemacht habe und die man schwer auf verschiedenen EPs veröffentlichen konnte. Wir haben uns entschieden ein paar Tracks zu ändern und es als ein Album zu rauszubringen.
Mein neues Album hingegen ist als Konzeptalbum entstanden mit jeder Menge Breakbeat, Pads und Melodien. Ich finde, es ist kein Album für DJs, sondern eher für Filme.
housefloor.de: Es ist offensichtlich, dass deine Zusammenarbeit mit Traum dich vorangebracht hat. Ohne je eine EP von dir veröffentlicht zu haben, haben sie dich für ein Debütalbum unter Vertrag genommen. Wie hast du Riley von Traum kennen gelernt?
Applescal: Wir lernten uns kennen, nachdem ich eine Demo geschickt hatte. Ich war total überrascht als sie mich etwa eine Woche, nachdem ich die Demo rausgeschickt hatte, kontaktierten. Es könnte sein, dass das meine Musik ein Stück vorwärts gebracht, weil das Feedback Sinn macht, wenn man jemandem zusammenarbeitet, der mehr als 300 Scheiben veröffentlicht hat. Riley hat mir bei dem Album-Prozess geholfen. Ich habe mir über die Jahre viele Alben angehört, aber eines selbst zu machen ist noch mal was ganz anderes.
 
housefloor.de: Du bist für deine Livesets bekannt. Wieviel Equipment brauchst du dazu und was machst du in den letzten fünf Minuten vor dem Gig?
Applescal: Ich schließe einfach mein Laptop in den Mixer. Ich arbeite auf der Bühne mit Ableton und zwei Controllern. Bevor ich anfange, sitze ich auf dem Boden hinter der Bühne und versuche ruhig zu bleiben, weil ich auf der Bühne dann alles geben will.
housefloor.de: Legst du auch auf?
Applescal: Nein. Ich bin Produzent und kein DJ. Ich hab’s zuhause ein paar Mal probiert, aber ich kann einfach nicht mixen und ich kann keine Tracks auf die gleiche BPM-Zahl pitchen. Ich bewundere alle, die das können, denn ein guter DJ zu sein bedeutet nicht nur Platten zu mixen.
   
housefloor.de: Mit deinen 22 Jahren bist du noch recht jung, veröffentlichst aber schon dein zweites Album und tourst durch Europa. Wann hast du angefangen zu produzieren und wie hast du deinen musikalischen Stil entwickelt?
Applescal:

Ich habe mit 14 angefangen. Da hatte ich einfach nur Spaß daran, furchtbar schlecht zu sein. Irgendwie habe ich dann gelernt selbst Musik zu machen. Wenn mir jemand vor sechs Jahren erzählt hätte, dass ich mit 22 mein zweites Album bei Traum veröffentlichen würde, dann hätte ich ihn wahrscheinlich für verrückt erklärt.

housefloor.de: Wie bist du zu deinem Künstlernamen Applescal gekommen?
Applescal:

Ein Schulfreund hat ihn erfunden. Ich mochte ihn sofort, weil mein richtiger Name Pascal ist.

   
housefloor.de: Was sind deine Pläne für diesen Sommer?
Applescal:

Hoffentlich spiele ich bei ein paar coolen Festivals in Europa. Und vielleicht mache ich eine Woche frei und verreise mit Eltern und Schwester.

 
Interview: Housefloor.de
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