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Housefloor Interview :: Mule Musiq
Mule Musiq
Mule Electronic
Endless Flight
Berlilet's get lostit
h
housefloor.de:

Die Geschichte des Labels Mule Musiq begann im Jahr 2005. Toshiya Kawasaki, du bist der Kopf hinter all dem. Warum hast du dich damals entschlossen Mule zu gründen?

Mule Musiq:

Ich habe für eine Klamotten-Firma gearbeitet als Jugendlicher und als ich für einen Laden in Tokyo namens No.44 arbeitet, haben wir einen eigenen Shop eröffnet, wo wir unterschiedliche Lifestyle-Sachen verkauft haben. Dann habe ich mich entschlossen, CDs zu verkaufen und habe ein kleines Label gegründet. Das lief nicht so gut… Zur gleichen Zeit hatte ich einen anderen Laden, wo es CDs, Bücher über Kunst und Designer-Produkte zu kaufen gab. Ich wurde kam immer mehr ins Musik-Business hinein. Der eigentliche Grund dafür war, dass ich keine Lust mehr auf die Fashion-Leute hatte und die Musik-Menschen sehen auch cooler aus. Jetzt ist beides das gleiche…
Dann habe ich die Veranstaltungsagentur gestartet. Der erste Gast war Michael Mayer. Das war vor neun Jahren.
Dann konnte ich Mule Electronic gründen durch die Hilfe von Kompakt im Vertrieb.

 
housefloor.de: Heute besteht es aus vier Labels, die sehr verschiedene Stile vertreten: Mule Musiq, Mule Electronic, Endless Flight und let’s get lost. Bitte beschreibe die Profile der einzelnen Labels kurz.ie entstand die Idee mit BPitch Control zusammenzuarbeiten?
Mule Musiq: Ich bin sehr offen was Musik betrifft und will nicht nur Techno oder nur House oder nur Disco veröffentlichen. Das ist der Grund dafür, dass ich vier Labels betreibe.
Mule Musiq ist das Hauptlabel, wo ich organische House Music veröffentlichen will.
Mule Electronic ist elektronischer und kümmert sich nicht um Genres. Ich veröffentliche hier jede Form elektronischer Musik – von Ambient über dubby House bis hin zu treibendem Techno.
Endless Flight habe ich mehr als ein Hobby angefangen und es hat sich jetzt zum Zuhause für Disco und alternative Sachen entwickelt. Ich habe besonders viel Spaß an der Arbeit für Endless Flight und habe immer viele Ideen.
Let’s get lost habe ich gemeinsam mit meinem Kollegen KZA (Force of Nature) gegründet.
 
housefloor.de: Mule veröffentlicht auch weiterhin auf Vinyl. Wie schätzt du die Situation des Mediums Vinyl ein?
Mule Musiq: Ich weiß es nicht. Natürlich ist Vinyl jetzt in einer sehr schwierigen Situation, aber für mich ist Vinyl alles. Wenn ich nicht auf Vinyl veröffentlichen kann, dann interessiert mich die Labelarbeit nicht.
housefloor.de: Das neue Album von Olive Oil war ein großer Erfolg für Mule. Wie entstand die Idee mit einem Künstler zu arbeiten, der aus einem anderen Stil kommt?
Mule Musiq: Ich höre total oft Hiphop. Vielleicht kenne ich mich im Hiphop sogar noch besser aus als im Techno. Und Olive Oil ist wirklich extrem angesagt hier. Als ich die Compilation gemacht habe, die nur aus Stücken von japanischen Künstlern besteht, habe ich sie gefragt und sie freuten sich über mein Angebot. Auch darüber hinaus hatten wir immer eine gute Beziehung.
 
housefloor.de: Wie entscheidest du über die neuen Releases auf Mule?
Mule Musiq: Die meisten Veröffentlichungen sind von Freunden oder vom Freund eines Freundes. Oder ich frage direkt meine Lieblings-Produzenten.
   
housefloor.de: Mit all deinen Labels, aber vor allem mit Mule Electronic, bist du erfolgreich auf dem europäischen Markt gelandet. Mit welcher Strategie hast du das erreicht?
Mule Musiq:

Es gibt keine Strategie. Mule ist so klein, dass alles nur von mir kontrolliert wird. Ich veröffentliche meine Lieblingsmusik und mache nichts um auf irgendeinem Markt zu sein. Ich denke, dass ist einer der Gründe dafür, dass ich das jetzt seit sechs Jahren machen kann.

housefloor.de: Bevor du das Label gegründet hast, hast du Partys mit vielen Künstlern aus Europa veranstaltet. Welchen Stand haben die deutschen DJs in Japan? Wer ist in und wer ist out?
Mule Musiq:

Ich glaube, in Deutschland sind immer die gleichen angesagt. Aber ich sage immer, DJ Koze ist der Beste. Er macht sich rar, aber ich lade ihn regelmäßig ein.

   
housefloor.de: Was ist besonders an der elektronischen Musikszene in Japan?
Mule Musiq:

Ich denke nicht, dass es eine elektronische Szene in Japan gibt. Die Leute folgen nur dem Trend aus Europa.

housefloor.de: Wird es in Zukunft weitere Mule-Labels geben?
Mule Musiq:

Hoffentlich.

 
Interview: Victor Franke
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www.mulemusiq.com