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Housefloor Interview Kaiserdisco
 
 
Name
Kaiserdisco
Wohnort
Hamburg
Label
MBF, Drumcode
Housefloor.de: In Kürze erscheint Euer Debütalbum „In No One’s Shadow“ ›››. Wie seid Ihr ans Produzieren des Albums herangegangen? Was hat Euch dabei inspiriert?
Kaiserdisco: Man kann wohl sagen, dass es für jeden Künstler etwas ganz Besonderes ist mit dem Debütalbum aus dem Schatten der EP-Massen heraus zu treten und zu zeigen, dass man auch noch mehr kann als nur "4 to the floor" zu produzieren. Wir sind als klassische DJs ausgewachsen, die lange Sets zwischen vier und sechs Stunden oder die ganze Nacht spielen, daher braucht man eine große Auswahl an Genres. Und genau so sind wir dann an unser Album herangegangen. Inspiration kann das Wetter genauso wie das Essen sein, aber vor allem halt die Stimmung im Club.
 
Housefloor.de: Welches ist Euer Lieblingstrack auf „In No One’s Shadow“?
Patrick: Djuma of Love, In No One´s Shadow und Marie.
Frederic: Dance on the Moon, Djuma of Love, Legal weapon.. eigentlich alle :)
 
Housefloor.de: Auf dem neuen Album gibt es sowohl gefühlvolle, deepe Tracks als auch rhythmusbetonte Nummern. Wie definiert Ihr selbst Euren Sound?
Kaiserdisco: Naja, im Club sind wir schon Stimmungskanonen muss man sagen, wir haben da grundsätzlich genau so viel Spaß am Feiern wie auch am Auflegen. Das Album zeigt aber auch, dass es ein Leben nach dem Club gibt und da braucht man halt auch ein paar Stücke, die einen durch die Woche begleiten.
 
Housefloor.de: „In No One’s Shadow“ erscheint bei MBF, wo Ihr in den vergangenen zwei Jahren fünf EPs veröffentlicht habt. Was verbindet Euch mit dem Label?
Kaiserdisco:
MBF ist für uns so interessant, weil sie von Beginn an an uns und unsere Musik geglaubt haben. Es geht ihnen in erster Linie um die Künstler und dann um die Musik. Sie sind bereits mehr als zehn Jahre im Geschäft, können auf eine Vielzahl von Kontakten und Erfahrungen zurückblicken, haben aber auch die Zukunft fest im Blick.
Wir haben uns bei MBF gut entfalten können und gehören 2010 sicherlich mit zu ihren erfolgreichsten Künstlern. Das alles sind für uns die besten Gründe bei MBF zu bleiben.
 
Housefloor.de: Wie arbeitet Ihr beim Produzieren zusammen?
Kaiserdisco: Grundsätzlich produzieren wir alles gemeinsam. Wir haben ein tolles Studio, in dem wir den Tag verbringen und zusammen an allem schrauben. Dabei sind die Rollen klar verteilt. Patrick ist der Studio-Nerd, der weiß wie alles funktioniert. Dann werfen wir unsere Ideen in einen Topf und so entstehen die Tracks. Für jede Produktion nehmen wir uns etwa eine Woche Zeit. Die Grundidee ist zwar immer nach etwa 30 bis 60 Minuten fertig, aber wir nehmen uns dann einfach die Zeit, um jeden kleinsten Sound mit dem richtigen Effekt und Klang zu versehen. Am Ende soll es halt möglichst perfekt sein.
Housefloor.de: Zurzeit seid Ihr im Studio schwer beschäftigt, denn Ihr arbeitet an Eurem ersten Live Act. Wie läuft’s und was dürfen die Clubgänger erwarten?
Kaiserdisco:
Ableton ist ein wirklich erstaunliches Programm. Wir haben es früher öfter mal in Logic zum Produzieren eingebunden, aber nur für Effekte benutzt.
Jetzt sitzen wir am Live Act, müssen quasi die ganzen Tracks wieder auseinander nehmen und in Ableton neu arrangieren. Dazu muss man das Programm dann auch noch ganz genau kennenlernen und das dauert eben eine Weile.
Erwarten dürfen die Leute eine energetische Mischung aus Album-Tracks und unseren Lieblingsstücken und Remixen.
Housefloor.de: Ihr arbeitet seit 2008 zusammen. In welchem Moment und warum habt Ihr Euch entschieden, als Team Musik zu machen?
Kaiserdisco: Wir haben beide schon vorher in anderen Teams produziert, daher ist uns die Teamarbeit auch nicht fremd und macht auch viel mehr Spaß. Allein frisst man sich halt schnell mal fest und kommt nicht weiter. Da ist es immer gut jemanden an seiner Seite zu haben, der einen antreibt. Ich denke, das ist auch das Geheimnis unseres Erfolgs, denn nur zusammen sind wir stark.
Housefloor.de: Und wie kamt Ihr zu dem Namen Kaiserdisco?
Kaiserdisco: Wie schon oben erwähnt haben wir schon lange vor Kaiserdisco produziert und haben uns beide während einer Kollaboration kennen gelernt. Wir haben uns so gut verstanden, dass wir uns dachten, die Namen unser alten Projekte in einen Topf zu werfen und daraus einen neuen Namen zu kredenzen. Daraus ist halt KAISERDISCO entstanden :)
   
Housefloor.de: Ihr seid echte Hamburger Jung’. Was ist für Euch das Besondere an der elektronischen Party- und Musikszene Hamburgs?
Kaiserdisco: Die Musikszene in Hamburg ist gar nicht so toll, es gibt eine Handvoll guter Clubs, die wirklich guten Sound und Künstler präsentieren, aber die erfolgreichen Hamburger Künstler spielen leider selten bis nie in Hamburg, was wirklich schade ist. Wir hätten wirklich gerne eine feste Homebase hier, aber die Szene in Hamburg hat das Interesse an guten Resident-Nights weitestgehend verloren. Daher sind viele Veranstalter gezwungen auf Künstler von außerhalb zurückzugreifen, um das Publikum zu animieren.
   
Housefloor.de: In den kommenden Monaten seid Ihr mit dem Album auf Tour. Was steht außerdem in der nächsten Zeit bei Euch an?
Kaiserdisco: Neben der Tour werden ein paar Remixe in Angriff genommen und danach werden wir die Arbeit zur neuen Drumcode EP aufnehmen, die im Februar erscheinen wird.
   
 
Interview: Pepe Norman
   
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www.myspace.com/kaiserdisco
 
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