akufen, das französische wort für tinitus in der phonetischen schreibweise dürfte einer vielzahl von musikinteressierten menschen auf aller welt ein begriff sein. sicherlich weniger der wörtlichen bedeutung wegen, sondern weil sich dahinter der kanadische soundbastler marc leclair verbirgt.
akufen war bereits einige jahre zuvor durch diverse maxis auf force inc., perlon und trapez in den fokus der minimal-techno szene gelangt, bis er schließlich im frühsommer 2002 sein nun fast legendäres album „my way“ veröffentlichte.
die entstehung seiner tracks ist dabei eine legende für sich. marc leclair verbringt einen beachtlichen teil seiner zeit mit dem zerlegen von radiotonspuren. aus diesen unzähligen samples setzt er daraufhin seine tracks zusammen, welche letztendlich gar nicht so komplex und verkopft klingen, wie die arbeitsweise es vermuten lässt. stattdessen ist mit „my way“ ein swingendes, trotz der klanglichen vielfalt, minimalistisches werk entstanden. das gleichnamige stück verführt zudem mit abendsonneschillerndem gesang und der selbstsicherheit etwas ganz besonderes zu sein.
bis dato war der mann eher als produzent & remixer bekannt - jetzt also ein blick in seinen plattenschrank. dabei geht es recht minimal zu - der sound von perlon, traum schallplatten oder freude am tanzen zeigt doch schon recht deutlich, wohin die reise geht.
wer den sound eines ricardo villalobos, matthew dear oder luciano mag , der dürfte auch an dieser mix cd seine helle freude haben , zumal herr akufen die ganze laufzeit über sehr konsequent bleibt.
all the audience needs is an ass, suggests leclair. “shake their bonbons and yes of course you've got to surprise them. surprise them at every corner.”
“no really, i think music can be smart and groovy. it's all about surprising the listeners…breaking the expectation. listening to music should be like going to an amusement park and screaming at every corner. it shouldn't be about electronic music anymore but only about music, end of the story.”
“it's all about connecting the balls to the brain.” this is akufen. |