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housefloor webmag artist portrait


.:: claus bachor ::.
 
biografie
 

psycho thrill initiator claus bachor ist mit seinen mittlerweile fast 47 jahren nicht nur einer der dienstältesten westdeutschen house- und techno-djs seit 1985 überhaupt, sondern überträgt daneben als besonderes markenzeichen seiner dj-skillz immer wieder die theorie seiner arbeit als erfahrener musikjournalist und autor, zusätzlich ausgestattet mit einem backstock von ca. 40.000 raren vinyltonträgern, trickreich wie routiniert in die praxis seiner deejay-sets, angefangen bei soul&funk-rare grooves über hiphop- und electroold skool bis hin zur house- und techno-next skool. auf der grundlage seiner mittlerweile 30-jährigen berufserfahrung als dj garantiert er somit ein einzigartiges phänomen an beständigkeit wie übergreifender stilvielfalt, aber auch unangefochtener spezialisierung vor vielen anderen kollegen, so z.b. im bereich us-disco classics oder detroit techno, für die er im laufe der jahre sogar weltweit anerkennung gefunden hat.

bachor begann seine arbeit 1976 schon früh als für seine stilsicherheit bekannter soul/funk- sowie später hiphop/electro-dj. seit 1982 war er mitglied mobiler soundsystems und betreiber eines eigenen partyclubs im bonner theater der springmaus (wildstyle entertainment / the dash) mit den ersten house- und acid parties im westdeutschen raum überhaupt. gleichzeitig trat er zum ersten mal, neben seinem studium der geschichte und geographie, als autor für die damalige szene-publikation netwok press in erscheinung. 1988 wechselte er nach köln in den mittlerweile legendären rave club am hohenzollernring und verhalf diesem club nach dem ausscheiden der spex-crew gorris, hündgen, karnik und nimczyk gemeinsam mit roland casper zu neuer geltung in der gerade entstehenden bundesdeutschen house-clubszene neben weiteren bekannten namen wie dem ufo in berlin oder dem hamburger front. nach dem verkauf des clubs an eine kölner-versicherungsgesellschaft folgten, neben absolviertem staatsexamen sowie einem zweijährigen, erfolgreich absolvierten volontariat in einem angesehenen bundesdeutschen wirtschaftsverlag, weitere kölner stationen wie space-club, elevator (halle/tor 2), warehouse und erneut space (wartesaal) und seine aktive teilnahme im abschlussline-up der ersten berliner loveparade im ufo zusammen mit roland casper neben den damaligen protagonisten der berliner szene wie motte, jonzon und rok. parallel dazu eröffnete bachor nach diversen gastspielen im bonner ballhaus (später the slam, danach 42 dp und kitt club köln, artheater und jetzt camouflage und sensor club köln,) im oktober 1991, als gegenentwurf zum sich immer kommerzieller entwickelnden kölner warehouse den dortigen mittwochsclub psycho thrill mit eindeutigem soundschwerpunkt chicago-basics, detroit techno, acid, techno-experimental und electro, der durch seine konsequent gradlinige programmstruktur mit us/uk-guest djs und striktem undergroundkonzept bis heute zu den trendvorreitern der republik in sachen eines konsequenten technokonzeptes gehört.

lange zeit in der bundesdeutschen techno- und house-szene aufgrund seiner kompromisslosen haltung gegenüber kommerziellen bestrebungen in der techno- und house-szene jedweder art heftig umstritten und im lange zeit kontinuierlichen währenden gegensatz zu standesgenossen wie jürgen laarmann, westbam oder sven väth, ist der frühere chefredakteur des cut-magazine und evosonic radio contributor sowie herausgeber des trendmagazins d2000 (1996 – 2003), sowie frühere freie autor für raveline u. beam me up, dennoch heute ein fester bestandteil der deutschen dj-szene, dokumentiert durch seine bookings im bereich der gesamten republik, der schweiz, österreich, den usa und darüber hinaus. daneben gilt bachor aufgrund seiner langjährigen, direkten kontakte nach detroit und intensivster auseinandersetzung auch als buchautor mit dem thema detroit-techno/electro/house als absoluter kenner dieses metiers und ist in verbindung mit seiner o.a. vita auch heute noch als einer von ganz wenigen techno-dj`s (nach anfrage) immer noch für ein lupenreines disco/funk, electro oder hiphop-old school-set ( s.a. seine eigene kolumne „old gold retold“ in d2000 / jetzt luvletter.org) zu gewinnen. neben den eigenen imprints psycho thrill recordings und authentic music rundete bachor lange zeit auch mit „spy in the house“ als eigenständigem internet-radio-format auf cosmium radio sowie kolumnen-brand in d2000 seine immer noch kritische, unangefochtene, aber dennoch ohne den üblichen trendhype auskommende position, als ein multi-kommunikator der deutschen techno- und house-szene ab. seit anfang 2004 betreibt er daneben das web-magazine www.luvletter.org (electronic music database) sowie die subsidiary site www.spyintehhouse.de.

glaubwürdiger kann man die devise der eigenen club-experience „ there are no rules, fear is unknown and sleep is out of question“ eigentlich nur schwer umsetzen.

 
sabine schmitt (d2000 magazine)
 
 
 
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