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housefloor portrait :: freeform five


freeform five
 
biografie
 
so was wie freeform five kann man nicht einfach planen. man braucht dusel, es bedarf eines glücklichen zufalls, einer glücklichen fügung. freeform five widersetzt sich mathematischer gesetzmäßigkeiten. erstens sind es bloß vier, dreh- und angelpunkt der produzent, multiinstrumentalist und chef songwriter anu pillai und die sänger cabba, tamara barnett-herrin und nick decosemo. die musik, die sie zusammen machen, ist die summe vierer individueller teilmengen, die der zufall zusammengeführt hat, verschiedener lebensphasen und sich windender pfade dorthin. so viel zum thema mathematik.

für die eingeweihten ist ff5 schon längst ein ehrwürdiger name, er steht für eine serie klassischer, heiß begehrter veröffentlichungen auf vinyl, „perspex sex“, “electomagnetic ep“ und der originalversion “eeeeeaaooww“, um nur drei zu nennen, als auch für einen begriff in der erstliga der dance remixes, ein mysteriöser deckname, der mit der inspirierten neubearbeitung von hits wie nerd’s „lapdance“, x-press 2’s „lazy“ und sogar elton john’s „are you ready for love“ assoziiert wird.

wie erwartet, ist die produktion einzigartig neu und besitzt eine komplexe struktur, jedoch die wahre offenbarung ist das songwriting. für ein set, das vorher hauptsächlich dafür bekannt war, anderer leute lieder zu überarbeiten und neu aufzulegen, ist es wie ein allmächtiges hallelujah, dass freeform fives geheimwaffe aus einem arsenal von mitreißenden refrains, melodien und haken besteht …
dies alles muss für anu eine tiefe genugtuung sein, seine vision so verwirklicht zu sehen: „es klappt. für mich war das potenzial immer, zu versuchen, ein „sign o’ the times“ album zu machen, ich möchte ein zeitzeichen setzen, aber mit unserem ureigenen sound.“

ihr debüt album „strangest things“ erschien im september 2005 und ist eine musikalische reise durch den eklektizismus, ohne jemals verworren zu erscheinen oder auf wirkung hin geplant zu sein.