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.:: karl bartos ::.
 
biografie
 

kaum ein anderer name der deutschen popmusik steht so eindeutig für den begriff electronic lifestyle wie karl bartos. er studierter schlagzeug am robert schumann institut in düsseldorf und wurde 1975 mitglied und wenig später co-autor der legendären deutschen gruppe kraftwerk.

mit ihm entstanden zwischen 1975 und 1991 die einflussreichsten klassiker der elektronischen pop-musik: „radioactivität“, „trans europa express“, „die mensch maschine“, „computer welt“, „tour de france“, „electric café“ und „the mix“, die unsere wahrnehmung von sound veränderten.

noch bevor mtv die mechanismen des musikmarktes bestimmte, arbeitete kraftwerk mit dem medium film. mit ihrem audiovisuellen konzept und der dadurch entstehenden kohärenten ästhetik beeinflussten sie auch die entwicklung der bildenden kunst, insbesondere der medienkunst.

bartos’ einfluss in der musik von kraftwerk ist offensichtlich, sein anteil am erfolg der gruppe ist unumstritten: karl bartos ist eine kulturelle ausnahmeerscheinung.

die us-hiphop bewegung als auch die protagonisten des frühen detroit housegrooves haben seine typischen electro beats aufgegriffen. zahllose bands wie africa bambaataa & the soul sonic force, new order, depeche mode, omd, human league, yello, daft punk, u2, radiohead und auch die heutige club scene betonen kraftwerks einfluss in ihre arbeit. selbst david bowie, madonna und die australische sängerin kylie minogue bekennen sich zum sound der elektro pioniere.

1990 verließ bartos die gruppe kraftwerk und arbeitete weltweit erfolgreich als autor und produzent, z.b. mit den briten electronic (bernard sumner / johnny marr), omd (andy mccluskey), information society (usa), the mobile homes (sweden), and anthony rother aus deutschland; dazu kamen eigene veröffentlichungen unter dem projektnamen electric music“.

ein unerwarteter dj-gig auf dem kölner „kickzone“-festival während der popkomm 1999 brachte ihm hervorragende kritiken ein, und auch beim publikum erzeugte sein gewagter mix aus elektro-klassikern und sound art eine euphorische resonanz – der neuanfang im performativen. es folgten internationale konzerte und tourneen: europa, skandinavien, russland, usa. die erstaunliche, kluge bühnenproduktion von >>bartos live<< verbindet den klassischen kraftwerk-sound mit seiner eigenen elektronischen ästhetik.

„communication“, das erste album unter seinem eigenen namen, wurde 2003 im „institute of contemporary arts“, london (ica) vorgstellt und erschien weltweit erfolgreich in zwanzig ländern.

auf einladung verschiedener universitäten und organisationen, z.b. in rom, amsterdam, frankfurt, st. petersburg and moskau, hält karl bartos vorträge über themen wie „the interpositions of media“, „sound design“, „musica ex machina“ und „on creativity“.

seit sommer 2004 ist karl bartos gastprofessor an der universität der künste berlin (udk). er wird mithelfen, den neuen masterstudiengang „sound studies – akustische kommunikation“ in den nächsten monaten auf den weg zu bringen und unterrichtet „auditive mediengestaltung“.

 
 
 
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