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housefloor portrait :: northern lite


.:: northern lite ::.
 
biografie
sebastian bohn und andreas kubat machen im verbund mit einem kleinen großen netzwerk aus kreativen leuten, die ihre vision, ihren traum, ihre idee leben.

der kern hat zwei namen: northern lite und 1st decade. das eine ist der name des musikprojektes, aktiv seit 1997, wichtig seit 2000. das andere ist das dazu gehörende label – geboren aus der not heraus, inzwischen mittelständischer, solvent laufender betrieb und arbeitgeber für rund 15 leute. abgerundet durch menschen wie die künstler des projektes 18.oktober, alte freunde, ein unsichtbarer input mit sichtbaren ergebnissen – die plattencover der 1st decade-releases sowie die videos von northern lite sind nicht umsonst vielbeachtet.

doch der reihe nach. nach jahren der stilfindung und künstlerischen selbstdefinition, nach mehrmaligem interesse von plattenfirmen – auch majors – und wiederholten rückzügen in letzter sekunde geht’s 2000 richtig los: sie gründen aus ermangelung von alternativen 1st decade records. die not wird zur tugend: das label läuft gut an, man interessiert sich für sie – nur nicht in deutschland. denn die heimat ist mal wieder – wie so oft – schlecht darin, die eigenen talente zu erkennen. felix da housecat, der gute, große, alte, entdeckt die single „treat me better“ und packt sie auf seine mix-compilation. kurz danach ein anruf: das londoner label ‚city rockers’ will den track lizenzieren, es folgt der erste gig in london, john peel (r.i.p., rock god) kriegt’s mit, spielt die nummer auf ‚bbc’ – und plötzlich sitzen unsere beiden helden in london im hotelzimmer und sehen ihr video auf mtv.

seitdem brummt’s im northern lite-land: auftritte überall auf der welt (tokio, london, paris, lissabon, amsterdam, barcelona) und bei den großen dance-veranstaltungen deutschlands (nature one, sonnemondsterne, mayday), ein viel beachtetes album, remixarbeiten, aufmerksamkeit. die von ihnen initiierte compilation-serie ‚neo pop’ (deren namen nicht nur stilbildend, sondern auch ein versprechen ist) wird von ausgabe zu ausgabe wichtiger, und auch 1st decade entwickelt sich prächtig: acts wie monosurround, warren suicide, junghanß oder neon man werden gesignt und ergänzen die definition des labels um weitere facetten. es geht um das zulassen aller spielarten von elektronischer musik, darum, techno als kreative plattform zu begreifen, die ihren protagonisten maximale kreative freiheit lässt.

jetzt das, was auf der hand lag. northern lite, schon immer eine innovative blaupause für elektronik mit hintergründiger rock-attitüde, bemächtigt sich eines songs von einer ihrer lieblingsbands: queens of the stone age’s „go with the flow“. ein track mit höchst eigenständigem charakter, dennoch voll und ganz basierend und respektvoll umgehend mit dem original. ein statement, ein zwischenbericht von der nl-front, ein vorgeschmack auf das kommende album, das mitte nächsten jahres erscheint. plus einem – natürlich von den 18.oktober-leuten – in tokio gedrehten videoclip.