dj hell hat zur love parade 2000 die fixe idee, die im underground als neues electro rap ding bereits heiß gehandelte new yorker princess zum platten auflegen auf seiner gigolo party zu überreden. concetta packt kurzerhand ihre kleine rap-, rock- und elektroplattensammlung ein, fliegt nach berlin und bringt die party so was von an den start... mixtechnisch natürlich zunächst noch holprig, aber das publikum auf der tanzfläche klickt vom ersten moment mit dem superstar-set. ‚die princess' zeigt also den ravern was rocken ist, und diese nacht markiert den beginn ihrer dj karriere. heute, sieben jahre später, wird concetta kirschner, so ihr bürgerlicher name, längst in einer liga mit leuten wie tiga, felix da housecat oder hell gebucht und ist ebenso professionell dj wie mc und produzentin. ihre sets schillern von elektro bis booty bass, von justice bis roxy music, von berlin bis japan und vom kleinen underground club bis auf die stadionbühne.
die superstar wäre nicht die superstar, wenn sie sich bei dj bookings aufs auflegen beschränken würde. an ihren decks befindet sich immer ein mikrofon, und wenn die zeit reif ist, greift sie ein eigens produziertes re-edit eines ihrer tracks und performt. als musikerin veröffentlicht princess superstar seit mitte der 90er auf so unterschiedlichen labels wie rapster, !k7, ministry of sound oder gomma und arbeitet mit stars wie the prodigy oder moby genau so selbstverständlich zusammen wie mit underground größen von kool keith bis datarock.1994 erscheint der erste selbst geschriebene und eingespielte 4 track tonträger der rapperin. sie gründet „a big rich major label”, später „corrupt conglomerate“. anfang 2002 landet sie mit ihrem ersten größeren hit „bad babysitter sogar in den uk top 20. 2005 macht sie mit dem konzeptalbum „my machine“ schlagzeilen und zur zeit ist ihr siebenter longplayer in der mache. nebenbei ist princess superstar ein darling der mode- und kunstszene, eine angehende schwulenikone, und sie versteht es, mit klischees – mit ihrem klischee – zu spielen. und wenn sie genug vom „hot“ sein hat, legt sie eben 'ne andere platte auf. she's the boss!
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