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housefloor portrait :: sonique


   
 
.:: sonique ::.
 
biografie
 

was machte die frau? na, sich erstmal einen großen namen als djane, der sie hinter plattenpulte rund um die welt führte und – als erste frau – auf den titel des englischen mixmag-magazins. und schließlich nahm sonique das gesangs-mikro gleich selbst in die hand. zunächst als gast-vokalistin für u.a. josh wink („higher state of consciousness“), kendoh („nagasaki“) und gusto („disco revenge“) sowie diverse uk-compilations wie „introspective of house, third dimension“ (1997) und ,“fantazia, british anthems summertime“ (1998). der sprung zum eigenen album war dann nicht mehr groß: „hear my cry“ etablierte sonique auch in deutschland auf anhieb in der top 20, die single „it feels so good“ kletterte bis auf platz 2 und avencierte in kürzester zeit zum welthit. der nachfolger „sky“ hielt sich über wochen auf derselben position in den airplay-charts und wurde auf platz 11 der single-hitliste notiert. prophetische gaben sind nun nicht von nöten, um auch dem neuen album „on kosmo“ und der aktuellen single „sleezy“ einen ähnlichen weg in der gunst des großen publikums vorauszusagen.

der karriere-weg von sonique indes ist nicht hinreichend beschrieben, ohne auf ihre musikalische partnerschaft mit mark moore und dem s-express einzugehen. bereits als teenager hatte sie ja ihren ersten platten-vertrag mit cooltempo records unterschreiben lassen und ihren ersten club-hit „let me hold you“ veröffentlicht, der moore auf den plan rief. sein s-express hatte zur selben zeit, 1990-91, mit „nothing to lose“ und „find ‚em, fool ‚em, forget ‚em“ zwei songs herausgebracht, die sogleich die uk-charts enterten und begeisterte kritiken von nme bis zu the face erhielten. „s-express brauchten einen sänger und songwriter, und fragten mich, ob ich nicht auf dem album ”intercourse” mitmachen wolle“, erinnert sich sonique. und? „klar wollte ich! und das war der ausgangspunkt für mich, meinen stil, die entwicklung einer musikalischen identität. ich begriff zwar zu der zeit noch gar nicht richtig, was da passierte, aber es war meine chance zu beweisen, was ich kann.“

auch auf ihrem neuen album „on kosmo“ kann diese frau, die früher eine begeisterte langstreckenläuferin war, eine ganze menge. lässig streift sie durch verschiedenste regionen des pop’n dance-kosmos und zeigt dabei ein passant auch noch, zu welcher herausragenden sängerin sie gereift ist - zumal in der traumhaft verschlungenen akustik-ballade „over“. elemente aus trance und deep house dominieren hingegen „thank you“. dem sehnsüchtigen „take you for a ride“ lässt sie mit „i can’t wait“ puren dance-pop folgen. das temperamentvolle „another world“ bringt eine zusammenarbeit mit tomcraft, auch als „mr. loneliness“ in die britischen charts-annalen eingegangen – und zwar wie sonique ganz vorn. schließlich zieht die zweifache brit-award-gewinnerin noch einen ganz besonderen trumpf aus dem ärmel: die aktuelle single „sleezy“ entfaltet trotz teils minimalistischer anmutung maximale hit-durchschlagskraft. wie singt sonique da gleich? genau: „i wanna see you sleezy, i hope you got enough time.“ für diese frau kann man gar nicht genug zeit haben. 51 minuten und 9 sekunden reichen aber fürs erste. bis „on kosmo“ zum zweiten durchlauf abmarschiert...

 
 
 
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