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.:: toby dreher ::.
 
biografie
 

es gibt jungs, die auf der suche nach dem einen sind. nach der einen sache, die sie ihr leben lang machen können. also von sex mal abgesehen. eine sache, die sie ausfüllt. an die sie tags denken und nachts immer noch, mitten in der woche und am wochenende. außerdem an weihnachten, ostern und sogar an muttis geburtstag. und die einen entscheidenden vorteil vor dem unwägbaren umgang mit einer geschlechtspartnerin bzw. einem geschlechtspartner hat: keine kompromisse. sie sind auf der suche nach der ultimativen droge.
toby dreher hat da einiges ausprobiert und kam über fußball, handball, rudern, ringen, speerwerfen 1994 zum skateboardfahren. er skatete von nun an jeden tag. doch schon nach drei jahren kam die katastrophe: das aus durch einen bänderriss.
so wie man eigentlich nie lernen muss, etwas zu gewinnen, so muss man aber doch lernen, etwas wieder herzugeben. rein logisch betrachtet völlig unlogisch. man könnte auch denken: geht etwas weg, wird etwas neues kommen. doch geduld lernt man mit schmerzen. und sanft von einer narkose in den ersten alptraum getrieben, glitt er in das größte und dunkelste loch seines lebens. was nun?
ein unendlicher monat folgte, die sinnfrage zermarterte sein hirn und dann stieg plötzlich doch die sonne über dem loch auf, in dem er hockte: er entdeckte wunderbarerweise das auflegen. er brach die fahrschule ab - die brauchte er vielleicht für ein so sinnvolles studium wie bwl, aber nicht zum auflegen - und kaufte sich von dem geld zwei verführerisch im lampenschein schimmernde plattenspieler. was für ein tag. die blöde sinnfrage war vergessen und somit gelöst. und mutti war auch glücklich: von den dingern ging keine verletzungsgefahr mehr aus. perfekt.
er legte von nun an jeden tag auf. und nach schon 2 monaten ließ er zum ersten mal auf einer party mit zahlenden gästen die nadel vor lauter aufregung auf den plattenteller fallen. der erfolg war unerwartet, aber durchschlagend. die pforte zum wunderland hatte sich geöffnet.
damals war noch drum’n bass seine musik, welche er auch weiterhin fleißig allen vorspielen durfte. damals noch auf der insel berlin bei ‚bass for your face’ parties und ‚slow tunes’ open airs.
doch es gab da ein problem: er liebte drum’n bass, konnte aber nur zu techno tanzen. ein wirklich herz zerreißendes problem für einen jungen mann seiner art. er musste wieder etwas aufgeben. aber das hatte er inzwischen doch ganz gut gelernt.
und so konterte er den verlust von drum’n bass mit dem gewinn von techno. so schön können tauschgeschäfte sein.
dann kam es zur ersten tonkontrolle party damals im bastart mit seinem kumpel michi noiser, welche heute noch monatlich im sternradio stattfindet.
doch irgendwie nagte noch immer ein eigenartiges loch in ihm. das auflegen konnte noch nicht alles sein. und auch die gleichzeitige bedienung eines dritten plattenspielers erforderte zwar eine zeitlang seine volle aufmerksamkeit, konnte ihn aber bald nicht mehr befriedigen. es galt die nächste stufe der rakete zu zünden. genau 2000 jahre nach christi fing toby dreher selbst an musik zu machen. was für ein film. er „schraubte“ von nun an jeden tag. und so kam im jahre 2006 seine erste platte heraus, die den sehr persönlichen titel „bandsalat“ trug. er hatte sich nämlich zu dieser zeit seinen 2. bänderriss geholt.
da sein verdientes geld von nun an nicht mehr in platten umgesetzt wurde, sondern sich nach nudeln mit grüner oder roter soße hauptsächlich in technik verwandelte,
gründete er mit seinem kollegen sascha mente den liveact ‚dreher & sm.art’, mit welchem er erfolgreich durch die lande tourt. nun ist der junge mann komplett in sein studio gezogen und kann in seinem schönen, selbsterschaffenen film jeden tag zu jeder minute weiter den hauptdarsteller spielen.
im september kam ‚dischley’ auf acker rec raus – eine zweite auflage muss im moment schon nachgepresst werden. weitere platten befinden sich auf dem fließband: ‚der lokalmatador’ auf rotary cocktail rec, ‚hind`s variable n’ auf pulsar und am ende des jahres erscheint von ‚dreher &sm.art’ ein remix für depesche mode auf mute und ein remix für holger flinsch auf basalt.
und wenn er nicht gestorben ist, so dreht er noch heute.

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