peter kruder, christian pommer, roland appel
die achse des guten führt ja bekanntlich von münchen nach wien, oder umgekehrt? voom voom hört sich jedenfalls extrem nach autobahn an. den beiden städten verdanken wir zumindest jene drei sprösslinge, die vor drei jahren eine der interessantesten kombinationen der elektronischen neuzeit generieren sollten. wie gesagt, voom voom heißt das extrem heiße eisen, in dem sich peter kruder (also known as peace orchestra und als kollege von herrn dorfmeister), christian pommer und roland appel (trüby trio und fauna flash) zusammenschmelzen ließen.
entsprechend vielseitig kommt auch der sound daher: deeper house, ne messerspitze jazz und eine kleine prise minimaler dirty disco. schmeckt ganz nach elektronika der intelligenten sorte. christian nennt das ganze „21st century tech-soul“. auch gut, solange sich das so anhört. schon die compost-eps, die mit bedeutungsschwangeren titeln wie ginger and fred, baby oder schlicht poppen aufwarteten, ließen das elektronische herz verzückt im takt mitklopfen. es folgten einige auskopplungen aus dem im april nachgefolgten knaller-album peng peng (!7k), auf welchem die drei ihre forcierte dancefloor-ausrichtung unterstrichen, und zwar facettenreicher als man es sich je erträumt hätte.
vom groovenden musik-kontemplateur bis zum bewegungsdurstigen ravergemüt- alles wird zu genüge bedient. tanzen verbindet! der legende nach wurde das projekt übrigens auf michael reinboth’s hochzeitsfeier gezeugt, konnte also nur ein gutes kind werden. der ball ist eröffnet- voom voom peng peng voom voom! |