auf der ersten hälfte der „paintbox“ zeichnet timewriter aka jean f. cochois mit großen, weichen synthesizer-pinseln eine verträumte szenerie. sphärische melodien fließen hier über klopfende beats. für den zweiten teil holt timewriter borstigeres mal-werkzeug raus. die bässe werden stampfiger und dominanter, das tempo zieht an und es kommt oft ein kräfiges brummen hinzu.
charakteristisch für „paintbox“ sind kurze angehackte synthesizer-sounds und quietische kleine melodien, die die geraden bässe antreiben. wohldosiert kleckst timewriter wunderschöne vocals auf die dicht bemalte sound-leinwand ein oder benutzt vocal-fetzen um melodien daraus zu formen.
der perfektionist timewriter liefert mit „paintbox“ ein echtes, in sich vollendetes aritst-album, bei dem die tracks sowohl einzeln wirken als auch im album-verbund geschlossen funktionieren. alle titel bauen sich gefühlvoll auf und auch wieder ab, sie haben einen anfang und ein ende. genauso spannt timewriter einen weichen bogen über das gesamte album. stimmiges intro und outro machen den sack vorne und hinten zu.
die sounds brechen nie unvermittelt herein, sind aber extrem biegsam und wandlungsfähig. besonders auffällig ist das zum beispiel in "reachin' out": beginnend mit einem flat-eric-brummen und stampfendem house-beat wird der titel nach und nach zu einem super modern klingenden old school-track.
.:: housefloor
fazit ::.
„paintbox“ überrascht immer wieder, denn es ist ein sehr vielseitiges album. zuerst sehr weich und hypnotisierend wird es ab der hälfte clubbiger und eher von bässen dominiert. alle tracks setzen sich aus unglaublich vielen, fein abgestimmten elementen zusammen.
erstaunlich ist, welche musikalische bandbreite „paintbox“ an den tag legt, wobei alle songs eine gemeinsame linie besitzen. von sphärischen chillout- und downbeat-tracks geht es bis hin zu deepen und clubbigen techhouse tracks.
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