obwohl die junior boys bereits 1999, damals noch ohne matt didemus, gegründet wurden, hat der ganz große durchbruch noch auf sich warten lassen. dabei hatte gerade das zweite album der kanadier „so this is goodbye“ eine sehr positive resonanz von seiten der kritiker hervorgerufen. umso erfreulicher, dass bei get physical nicht nur die ganz großen zum zuge kommen.
nachdem château flight auf body language 5 ››› auf unbekanntere interpreten setzten, finden sich nun wieder populärere namen wie supermeyer, radio slave ››› oder matthew dear. die ersten drei tracks sind solche, zu denen man nicht viel sagen kann. sie sind zwar nicht wirklich schlecht, aber dafür auch nicht besonders aufregend.
der sound ist seit jahren bewährt, seit jahren aber auch unverändert. erstaunlich, dass sich darunter ausgerechnet supermayer wiederfinden, welche doch angetreten waren die elektronische musik zu retten. ab track vier dreht die musik dann endlich dezent ab. plötzlich werden akzente gesetzt.
die tracks haben nun ecken und kanten, die ihnen charakter verleihen. auch sie sind nicht gerade die neue erfindung der elektronischen musik, diesen anspruch erhebt diese compilation aber auch gar nicht. sie bietet vielmehr einen abwechslungsreichen querschnitt durch alle möglichen clubsounds, deren sich get physical nunmal verschrieben hat.
von minimal über '80ies- und discosound, bis hin zu sehr chilligen tracks, wie chloés ››› „be kind to me“. umso erstaunlicher ist es, dass es auf dieser compilation keine harten brüche gibt.
einen besonderen höhepunkt bildet die abschlusshymne von bill nelson, einem urgestein der elektronischen musik. das erstaunliche ist, dass dieser track bereits 1982 aufgenommen wurde und auf dieser compilation dennoch zeitgemäß klingt.
|