heuer haben jens moelle und ismail tuefekci alias digitalism die ehre der zusammenstellung und die treiben gerade am anfang das tempo extrem hoch. wahrscheinlich soll man gleich mal merken, wo er hängt, der berühmte hammer. in dem fall ist es aber einer jener sympatisch-bunten, aufblasbaren riesenhammer, denn dieses album sprüht nur so vor fröhlichkeit.
mit hits wie ‚sweaty’ von muscles (im shazam-remix) sofort die gute-laune-garanten zu bringen, überrascht vielleicht; digitalism schaffen es aber, die stimmung zu halten. und diese lässt sich am besten mit ‚bis zur überdrehtheit fröhlich’ beschreiben. die beiden reizen diese kunterbunte stimmung so sehr aus, dass das ganze, will man es an einem stück hören, ohne stimulantien bisweilen nur schwer erträglich wird.
immerhin finden sich auf dieser compilation 25 tracks wieder. der einzige, völlig überraschende und umso erholsamere ruhepunkt ist das wunderbare ‚dancing in the dark’ von proxy. zwar lässt der beat die verträumte frauenstimme nicht lange allein und es schnell wieder krachen, doch fällt auch er zumindest aus dem rahmen.
es verbergen sich allerdings noch weitere perlen in diesem gute-laune-inferno, wie besipielsweise ‚raise me up’ von hercules & love affair oder etwa midnights juggernauts_ending of an era. ja, auch ‚echoes’ von digitalism theirselves, welches die zünftige abschlusshymne bildet, kann durchaus dazugerechnet werden - ein track in bester daft-punk-manier.
dafür muss man dann aber auch ein paar nicht mehr ganz so taufrische tracks in kauf nehmen, wie zongamins ‚tunnel music’. klar, klassiker kommen in einem solchen set immer ganz gut, aber wer für ein album geld ausgibt (ja, diese leute werden seltener aber idealismus stirbt nicht aus) will wohl doch eher tracks, die man nicht schon vor jahren gehört hat.
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