nachdem leila bereits auf verschiedenen anderen labels veröffentlicht hat, wird ihr neues album nun von warp records verlegt. das einstige avantgardelabel wendete sich in den letzten jahren allmählich behutsam der konventionelleren musik zu und bewies dabei mit künstlern wie clark schon oft ein gutes händchen.
leila passt perfekt in dieses konzept, denn ihre musik ist zwar durchaus hörbar, zeigt aber immer wieder avantgardistische elemente, was bei einer solchen künstlerin und diesem label wohl auch niemand anders erwartet hätte.
ihre musik zeichnet sich aber nicht nur durch die erwartete komplexität, sondern vor allem durch vielfältigkeit aus. neben typischem trip-hop à la portishead und geheimnisvollen soundkulissen à la björk finden sich hier ebenso verklärte pianoklänge, die wie aus einer nächtlichen tangobar hinüberhallen.
daneben gibt es wieder tracks, welche durchaus viva-tauglich wären. dadurch ist das hören dieses albums erlebnisreich wie ein kinobesuch. blood looms & blooms ist außerdem eines jener, immer häufiger anzutreffenden elektronischen alben, die mit elektronischer musik nur noch die digitale produktionsweise gemein haben, sich aber kaum noch in diese sparte einordnen lassen.
das auffälligste und durchgängigste merkmal ist allerdings die mystik, die durch fast jeden track transportiert wird. dass leila selber aus dem iran stammt, scheint gut in diese atmosphäre zu passen, ist dieses land doch für viele der inbegriff des geheimnisvollen orients (auch wenn das sicherlich mehr dem klischee als der realität entspricht).
eine sehr treffende beschreibung des musikalischen charakters liefert in diesem fall das cover, fast schon ein kunstwerk, welches die stimmung des albums perfekt einfängt.
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