Darauf balanciert er wie es für ihn typisch ist auf der Grenze zwischen Techno und House. „The Life Wire“ ist daher ein durchaus vielseitiges Album, denn Treshers Sound ist sowohl melodisch als auch rhythmisch. In Albumlänge hat er besonders viel Zeit all seine Facetten zu entfalten.
Die 13 Tracks auf dem Album sind meist Instrumentals. In einem Track arbeitet Tresher allerdings mit Vocals. „Viele Leute ermutigten mich in letzter Zeit wieder mehr mit Vocals zu arbeiten, und nun war es an der Zeit dafür“, erklärt Gregor Tresher. „Also bin ich nach Zürich gefahren und habe mit dem Sänger Giuseppe Cottone die Vocals für ‚The Very End` herausgearbeitet.“ Das Ergebnis ist ein funky Minimal-House-Track, wobei das Vocal die Spannung stets aufrecht erhält.
„The Life Wire“ enthält zudem verspielte und melodische Stücke wie „Escape To Amsterdam“, „Nothing For Granted“ und „1982“.
Dazu kommen etwa das verträumte Titelstück „The Life Wire“ sowie die energiegelandene Techhouse-Hymne „Awaking Life Inside“.
Doch auch die Beats kommen nicht zu kurz wie Tresher schon im ersten, sehr dubby Track „Ghosts“ demonstriert. Auch „Black Six Survival“ ist in erster Linie ein rhythmusbetontes Stück. Technoid zeigt sich Tresher zudem im Closer „The Heartbeat Orchestra“.
Ebenso wie auf seinem Debütalbum erklingen auf „The Life Wire“ gut ausgesuchte, glasklare Sounds. Die Tracks sind sauber arrangiert, allerdings auch sehr geradlinig, was sie erwartbar macht. Gregor Tresher zeigt, dass er das Handwerk beherrscht, aber nur in wenigen Momenten kann er überraschen.
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