"The Dance Paradox" ist gleichermaßen düster wie kraftvoll. Diesen Effekt erzeugt Redshape beispielsweise durch live eingespielte, wuchtige Drums. Das Album lebt von der Spannung dieses Widerspruchs: Die Resignation der 80er klingt hier trotzig laut. Im Gegensatz zu EBM oder Punk bleibt Redshape dabei aber exakt und reduziert, was "The Dance Paradox" anders und neu klingen lässt.
Das Album reiht sich damit ein in einen neuen Stil, der bislang von Künstlern wie Dapayk aka Marek Bois geprägt wird und sich in Zukunft etablieren könnte. Natürlich gab es Düsternis in der elektronischen Musik bereits in der Vergangenheit, beispielsweise in Terence Fixmers großartigem "Alone in the Dark".
Und natürlich bedient sich Redshape der verklärten Melancholie der 80er, sowohl technisch als auch stilistisch. Zukunftsweisend zu sein bedeutet aber niemals, das Genre neu zu erfinden. Künstler die das behaupten, und das behaupten viele, leisten meist nicht viel.
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