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Playing Around Again

 


Jesse Rose

'Playing Around Again'

Made To Play

 
Mit seiner LP “What do you do if you don’t” ››› schaffte Jesse Rose den kommerziellen Durchbruch. Seitdem ist der britische DJ nicht mehr nur in der Clubszene bekannt.
 

Auch das breite Publikum hat von seinen pop-tauglichen Hits Notiz genommen. Doch bereits vorher schaffte es Rose, sich durch „Body Language III“ ››› Gehör zu verschaffen. Nun veröffentlicht er zusammen mit Zombie Disco Squad die zweite Mix-CD seines eigenen Labels Made to Play.

Label-Compilations sind mittlerweile zum Pflichtprogramm in Sachen Eigenwerbung geworden. So wird auch durch diese Werkschau der Fokus auf unbekannte Künstler aus eigenem Hause gelegt. Den ersten Teil des Doppelalbums darf Zombie Disco Squad übernehmen mit dem Jesse Rose bereits seid geraumer Zeit gemeinsam auftritt.

Die Fans der britischen Technoszene mögen es mir nachsehen, aber wie in England üblich überzeugt auch Zombie Disco Squad weniger durch die Auswahl gut produzierter Tracks oder durch Überraschungen irgendwelcher Art. Vielmehr bekommen wir hier wenig originelle Feiermusik, die jedoch treffsicher aufgelegt ist. Zum feiern sehr lustig langweilt die Musik im Wohnzimmer leider irgendwann.

Im Gegensatz zum ersten Teil stellt Jesse Rose die Tracks lediglich zusammen. Dafür sind diese nun deutlich interessanter und lebendiger. Seltsam nur, dass Jesse Rose für seinen Part der Compilation fast die selben Tracks verwendet, wie zuvor Zombie Disco Squad (nur im Originalmix). Gorilla von Idiotproof ist insgesamt viermal in drei verschiedenen Versionen vertreten und bei insgesamt 26 Tracks sind nur sieben verschiedene Künstlern zu finden – das führt zu ständigen Dejavu-Erlebnissen. Man fühlt sich schon beim Blick auf die Tracklist verarscht:
CD1 Track 1: Rat Alert von Jan Driver,
CD1 Track 2: Rat Alert Dub von Jan Driver,
CD1 Track 15: Rat Alert von Jan Driver,
CD2 Track 11: Rat Alert von Jan Driver.

Anscheinend gibt das eigene Label kaum Hits her, die sich lohnen würden aufgelegt zu werden. Der Titel "Playing Around Again" beschreibt diesen Umstand ungewollt auf eigene Weise.

Noch interessanter ist bei diesem Direktvergleich jedoch die deutlich bessere Qualität der Original-Mixe. Wie, fragt man sich, hat es Zombie Disco Squad nur geschafft, solch guten Tracks jeden Spaß zu nehmen? Dieser ist bei Jesse Rose reichlich vertreten und entschädigt sogar für die ständigen Wiederholungen.

 

housefloor Fazit
Wer die Tracks nicht doppelt bis vierfach hören möchte, kann getrost auf CD1 verzichten. CD2 von Jesse Rose ist umso unterhaltsamer. Allein dafür lohnt es, sich die Compilation zuzulegen.

 
Victor
 
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