Unter dem Alias Dapayk Solo präsentiert Worgt ein Manifest seines bisherigen Schaffens: Best of, neue Produktionen und Dapayk in the mix - das Doppel-Album bietet ein umfangreiches Programm.
Auf der ersten CD befinden sich unter der Handlungsanweisung „for Couches, Cars and Headphones...“ neue und neubearbeitete Produktionen. Die Tracks strahlen die von Niklas Worgt gewohnte Detailverliebtheit aus, sind aber deutlich verspielter und geben sich zugänglicher als etwa das letzte Dapayk-Solo-Album Devil's-House.
Ebenso überraschend wie das Melodische ist die reiche Instrumentalisierung: Percussions, Pianoklänge, ein Saxophon, ein Bass wird gezupft, Gitarren, häufig erklingt eine Gesangsstimme und alles klingt sehr jazzig.
Dapayk will wohl nicht mehr Minimal. Spätestens das Ende der ersten CD verabschiedet sich endgültig vom trocken-düsteren Elektro-Gefrickel der Vorgängeralben. Besonders herausragend ist die Ballade Emergency, gemeinsam produziert mit Midnight. Musikalisch befindet sich Dapayk hier im freien Raum, das Genre ist kaum noch zuzuordnen. Dies erreicht er durch geniale Kunstgriffe, indem er etwa eine Stimme zum Didjeridu-Gebrumm runterpitcht.
Obwohl Dapayk für die zweite CD zahlreiche Größen gewinnen konnte, verblasst diese etwas hinter seinen eigenen Produktionen. Dennoch liefern etwa Oliver Koletzki, Format:B und Dominik Eulberg interessante Interpretationen, die das Gesamtpaket des Albums rund machen.
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