Entropic City ist die erste LP des Belgiers Peter van Hoesen. Dieser, bis dato eher unbekannt, könnte damit einiges an Aufsehen erregen. Denn was der Auftakt verspricht, kann der Rest des Albums auch einlösen.
Die Gleichzeitigkeit von Kraft und Stimmung, Direktheit und Indirektheit, trockenen Beats und subtilen Soundkulissen zeichnet das gesamte Album aus. In der ersten Hälfte reduziert und technoider, entwickelt Entropic City später mehr Tiefe, wirkt mehrdimensionaler.
Zwar ist die LP mit zehn Tracks kurz, dafür aber schlagkräftig. Testing a simulacrum, Colony / Return of the object oder Defense against the self sind seltene Glanzstücke elektronischer Musikkunst.
Solch ausgewogene Produktionen lassen hinter den Reglern eher einen alten Routinier vermuten, als den jungen van Hoesen. Einige Tracks, wie Quartz #1 könnten jenseids des Kommerzes zum Club-Hit zu avancieren, wofern sie entdeckt werden.
Beeidnruckend auch die unerwartete stilistische Breite auf Entropic City. Ambiente und geradliniger Techno sind eigentlich ein Widerspruch, hier aber ein harmonisches Ganzes, Deep House und Breakbeats sonst eine seltsame Mischung, die hier keineswegs seltsam erscheint.
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