Watergate Records sah sich offensichtlich genötigt, für die sechste Compilation der Reihe etwas ganz Besonderes zu bieten. Tatsächlich fällt dies schwer, nachdem beim letzten Mal Ellen Allien die Tracks zusammenstellen durfte.
Dennoch gelang dem Watergate die Überraschung, indem man diesmal die hierzulande relativ unbekannten dOP an die Decks und Mischpulte lies - wobei hier auch Mikros und Blasinstrumente genannt werden sollten; denn bei dOP handelt es sich nicht um einen DJ-Alias, sondern um eine französische Band.
Auch das Konzept der Compilation wurde dafür grundlegend geändert. Fast alle Tracks sind exklusive Releases von dOP. Statt die Tracks ihrer Kollegen zu remixen, luden sie diese ein.
Nôze, Khan, Tiefschwarz und viele andere erwiesen die Ehre, teils während der Produktion, teils als Remixer. So könnte das Album statt Watergate 06 auch gut dOP & Friends heißen.
Der Auftakt, vor allem das gemeinsam mit Nôze produzierte „Les Fils du Calvaire“ ist grandios. Der Rest der ersten beiden Drittel kann mit souligem, aber etwas müden, unspektakulärem House leider nicht bestechen.
Zu wenig nutzen dOP den Live-Charakter, den die Compilation haben sollte. Erst die letzten fünf Titel zeigen wieder mehr Vitalität. DOP erzeugen nun eine sanfte, sommerliche Atmosphäre.
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