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dapayk solo :: devil's house :: mo's ferry



dapayk

devil's house

 
 
niklas worgt scheint ein freund des pseudonyms zu sein. seit 1993 produziert er eigene tracks und legte damals als frauds in white und sonstware auf drum ’n bass-partys auf. in den späten 90-ern tritt er erstmals unter seinem von da an bekanntesten pseudonym in erscheinung - dapayk.
 
doch damit nicht genug veröffentlicht worgt seit 2006 als marek bois bei rrygular und trapez. ersteres ist neben fenou eines der beiden tochterlabels von mo’s ferry productions, welches worgt gemeinsam mit jan langhammer gründete. bei diesem erscheint nun auch dapayks aktuelles album „devil’s house“.

wie der titel schon vermuten lässt, ist die stimmung gewohnt düster, unter spartanischem einsatz der klanglichen mittel. vom theatralischen intro aus führt worgt über zwischenstücke durch das album. diesen zwischenstücken und den übergängen zwischen den einzelnen tracks geschuldet, vermittelt „devil’s house“ den eindruck eines konzeptalbums.
 
der sound, so trocken wie knäckebrot und klingt bisweilen auch so ähnlich. darin erinnern stücke wie „a saw attacks“ an johannes heils lp „freaks ’r us“. und ähnlich wie bei heil können einem einige tracks regelrecht das fürchten lehren, so zum beispiel „better stopp breathing“.

an anderer stelle hingegen werden durch streicherarrangements oder pianoklänge erholsame ruhepunkte gesetzt. hier liegt denn auch der deutlichste unterschied zwischen den veröffentlichungen unter den pseudonymen dapayk und marek bois.
 
erwartungsgemäß bekommt man mit dapayk solo natürlich auch marek bois, das letzte album unter diesem namen „boissche untiefen“ ›› wurde erst im april diesen jahres veröffentlicht.
„dapayk ist so das ding, bei dem ich mich austobe. ich kann da machen was ich will und probiere auch mal andere styles, was ich bei marek bois nie machen würde.“

dapayk im interview ››
dennoch gibt es deutlich hörbare unterschiede: wo dapayk verspielter und etwas freundlicher erscheint ist marek bois noch spröder, düsterer und direkter. „boissche untiefen“ ›› war kompromissloser und daher schwerer zuzuordnen.
 

doch auch „devil’s house“ sticht aus dem üblichen gefrickel heraus - zu streng, zu finster arrangiert sind die tracks. dennoch ist die musik klar dem minimal zuzuordnen, erfüllt sie die definition der reduziertheit auf die wesentlichen, unabdingbaren komponenten pro track doch besser als vieles andere, was zurzeit jenes etikett trägt.

wo bei kollegen schon mal fehlende qualität mit soundcamouflage retuschiert wird und zu klanglicher quantität führt, herrscht hier klarheit und liebe zum detail. immer wieder schaffen es einzelne sounds das ohr zu überraschen, zwingen so die aufmerksamkeit des zuhörers auf die musik.

 

.:: housefloor fazit ::.
dapayks sound ist unverwechselbar, eigenständig und dennoch stets auf der höhe der zeit. egal unter welchem pseudonym es weitergeht, vorfreude ist auf jeden fall angebracht.

 
victor
 
dapayk alias marek bois im interview podcast zum neuen album als mp3-download
6.25 minuten, 320 kbs
Dapayk Interview Podcast
 
 
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