man muss ihn wohl kaum noch vorstellen, denn hinter diesen namen verbirgt sich einer der begnadetsten djs und produzenten deutschlands. beginnend als beat- und melodiebastler für die hip-hop-gruppe fischmob, wandte er sich mehr und mehr der elektronischen musik zu.
schnell schwang sich dj koze, eigentlich stefan kozalla, zu einem der beliebtesten djs auf. in verschiedenen zeitschriften verwies er als ‚dj des jahres’ mehrmals in folge immerhin star-djs wie sven väth, richie hawtin oder ricardo villalobos auf die hinteren ränge. heute kann er auf eine ebenso treue wie fanatische fangemeinde blicken.
kozalla stellt sein können zumeist als remixer unter beweis. bereits im jahr 2000 veröffentlichte er mit "music is okay" eine erste sammlung von ihm geremixter tracks. nicht das er nicht eigene tracks produzieren würde, nur landen diese weit weniger häufig auf den großen compilations (was jammerschade ist!).
so sorgten kozallas versionen von naked, matthew dears "elementary lover", vor allem aber seine interpretation von minimal für aufsehen. dass man im gegensatz zum original von matias aguayo, um den koze-remix in den letzten monaten nicht herum kam, ist bezeichnend für dessen können.
harte beats hört mein selten bei kozalla. seine kompositionen sind entspannt und friedlich, verlieren sich dabei aber nie in träger leere. raffinierte brüche sorgen stets für eine konzentrierte grundspannung.
die tracks wirken immer leicht daneben und irgendwie sympathisch entrückt. kozalla spielt gerne mit stimmen, mit stimmungen, mit melodiefragmenten. diese elemente sind oft wesentlich und stellen den mittelpunkt dar, um den herum sich dann der track aufbaut.
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