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lang erwartet und nun endlich da: die amtlichen remixe zu gabriel anandas debütalbum „tai nasha no karosha“ auf karmarouge records. eine derart anspruchsvolle aufgabe kann man natürlich nicht irgendwem überlassen, und so wurde einer der überflieger 2005 frank martiniq, areal labelmate metope und gabriel himself noch einmal ins studio gebeten, um in den untiefen ihrer soundbergwerke zu schürfen.
frank martiniq fördert gleich auf der a-seite einen kleinen rohdiamanten zu tage: mit seinen unverkrampft daherhüpfenden stolperbeats und der selbstverständlichen deepness seiner produktion verwandelt er den ehemals zünftig rockenden titletrack zu einem funkelnden klangkristall. trotz der melancholie geschwängerten melodieparts und der unterschwelligen dunkelheit seiner bearbeitung, verliert der remix nie den bezug zum groove. ein track zum wegschweben.
metope fährt erst mal die krallen aus. seine version von ‚life is steadily breaking my heart‘ ist unnachgiebig, bedingungslos und absolut zwingend. und das in jeder hinsicht. zwar arbeitet er teils sehr nahe am original, setzt die sounds jedoch in einem völlig anderen kontext neu zusammen. die ineinander greifenden melodien der vorlage, werden mit einer satt schmatzenden acidline angefüttert und zu einem dicken groovebastard zusammen geschraubt, der mit rotzigem jack-your-body-imperativ die discokugel zum schwingen bringt.
zu guter letzt begibt sich gabriel ananda auf eine erneute suche nach dem ‚sinn des lebens‘, und man könnte fast glauben er hätte ihn gefunden, irgendwo zwischen den anmutig übereinander geschachtelten soundstrukturen, den blubbernden melody-parts und den rollenden drums. ganz sachte steigert sich der track zu einem berauschenden ausflug in die weiten des menschlichen geistes.
housefloor fazit: abwechslungsreiche scheibe mit drei aufregenden remixen von gabriel anandas debütalbum „tai nasha no karosha“. der sound bewegt sich irgendwo zwischen minimal techno und electro house und ist deswegen kann deshalb house und techno floor gleichermaßen rocken. mit der 13. vö stellt das noch junge label karmarouge einmal mehr seine bereits erreichte klasse unter beweis.
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